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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 09:19 Uhr

Stove : Trio sucht Verstärkung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

„Black out“ wünscht sich eine vierte Stimme

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Sie lieben es zu singen: April, Hanna und Janna treffen sich einmal in der Woche in der SingSchule, um bei Lehrerin Brita Reshöft-Ulrich ihre Stimmen zu schulen. Die drei Freundinnen haben sich zu dem Trio „Black out“ zusammengeschlossen und suchen nun Verstärkung. Zwei Soprane und eine Altstimme bilden schon einen wunderschönen Dreiklang, doch noch voller würden ihre Lieder mit einer vierten Stimme klingen.

„Mit einem Quartett zu arbeiten, ist richtig schön“, sagt Brita Reshöft-Ulrich. Die ausgebildete Sopransängerin und Diplom-Gitarristin hat im September 2013 in Stove und Schönberg ihre SingSchule gegründet. 22 Schüler unterrichtet sie derzeit. Zu ihr kommen zwei Trios, drei Duos und viele Solosänger. Ihre Schüler sind zwischen zwölf und 60 Jahre alt. Ab der sechsten Klasse können Kinder zu ihr kommen und den Gesang erlernen. Eine Kursstunde umfasst 45 Minuten, in denen Atem- und Entspannungsübungen durchgeführt werden und natürlich gesungen wird.

Am Klavier, zur Gitarre oder einfach mit der Stimme pur. „Ich bin nicht auf die klassische Schiene fixiert“, erklärt die Gesangslehrerin. „Ich mache auch gerne Pop, moderne Musik im A-Capella-Stil und Jazz.“ Ihre Schüler dürfen sich Lieder wünschen. Brita Reshöft-Ulrich hört dann die Noten heraus und schreibt, wenn nötig, neue Stimmen dazu. „Mir geht es um A-Capella-Musik, um Improvisation mit der Stimme,“ sagt sie.

Janna Schülke (17) aus Schlagsdorf, die beim Trio „Black out“ mitsingt, ist bereits seit der neunten Klasse im Chor ihrer Schule. „Mir gefällt, was man durch das Singen ausdrücken kann“, sagt sie. Um neue Stimmen zu finden und Kindern Lust auf das Singen zu machen, bietet Brita-Reshöft-Ulrich Schnupperkurse in Schulen an. So sind auch die drei Freundinnen von „Black out“ auf die Gesangslehrerin aufmerksam geworden. „Ich bin der Meinung, jeder kann singen“, sagt Brita Reshöft-Ulrich. „Mit Atemübungen kann man viel an der Stimme machen.“ Es gebe ein großes Experimentierfeld mit der Stimme als Instrument. Und es sei spannend dieses zu entdecken.

Doch so locker und leicht die Musik der „Black outs“ auch klingt – es steckt viel Arbeit hinter jedem Stück. Einzelne Töne werden geübt, die Stimme muss gehalten werden, auch wenn die anderen etwas ganz anderes singen. „Singen ist harte Arbeit. Das soll man aber nicht hören. Es soll klingen, als wäre es ganz leicht“, sagt Brita Reshöft-Ulrich. Als die Stunde für die „Black outs“ vorbei ist, holen die drei Freundinnen draußen erst einmal tief Luft.

Vor der Kurstür warten schon die nächsten Schüler. Nils Schafranski, Pauline Möller und Anne Zuch stellen sich zu den Atemübungen auf. „Einatmen und den Ton fließen lassen. Sonst leiert er“, sagt Brita Reshöft-Ulrich. Die drei holen Luft und legen los: „Dingdiggeding“.

Warum Brita Reshöft-Ulrich sich entschieden hat, die Sing-Schule aufzumachen: „Ich habe viele Konzerte als Sängerin gegeben“, erzählt sie. Konzerte haben etwas Momentanes, man erlebt einen kurzen, sehr schönen Moment. Das ist sehr flüchtig.“ Ihr habe etwas Nachhaltiges gefehlt. „Das habe ich mit SingSchule jetzt wieder. Es hält an und speist“, sagt sie und lächelt.

 

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