Belastung : Trinkwasser frei von Schadstoffen

Das Wasserwerk in Rehna pumpt täglich rund 1600 Kubikmeter aufbereitetes Trinkwasser ins Versorgungsnetz.
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Das Wasserwerk in Rehna pumpt täglich rund 1600 Kubikmeter aufbereitetes Trinkwasser ins Versorgungsnetz.

Zweckverband Radegast kontrolliert jährlich die Wasserqualität.

svz.de von
20. Juli 2015, 23:58 Uhr

Das Trinkwasser in Deutschland gilt gemeinhin als besonders gut. Frei von Schadstoffen und Medikamenten. Die Grünen im Landtag in Schwerin schlagen nun Alarm: Das Grundwasser sei massiv mit Stickstoff belastet. Über 32 000 Tonnen gelangen in das Oberflächenwasser. Doch auch im Grundwasser werde zunehmend Stickstoff und Nitrate gefunden.

Dirk Fröhling vom Zweckverband Radegast beruhigt erst einmal. Nitrat sei zwar auch im hiesigen Wasser gefunden worden, aber in sehr niedriger Konzentration: 50 Milligramm pro Liter seien erlaubt. Gemessen wurden 0,1 Milligramm pro Liter.

Das Trinkwasser für die Region werde aus dem sogenannten dritten Grundwasserleiter gewonnen, erklärt der technische Leiter. Die Pumpen sitzen in 80 bis 120 Metern Tiefe und fördern Wasser für rund 27 000 Menschen. „Das Wasser wird jährlich beprobt“, sagt Fröhling. Der Gehalt von Bromid, Phosphat, Sulfat, Fluorid und eben auch Stickstoff wird kontrolliert. „Die lehmigen Böden bei uns sind schwer durchlässig“, sagt Fröhling. Deshalb dauere es lange, bis Schadstoffe in die Tiefe des Grundwassers durchgesickert sind.

In vier Wasserwerken bereitet der Zweckverband das Grundwasser auf. In großen Tanks wird das Wasser durch Filter von Eisen und Mangan befreit und dann in Reinwasserbehälter gepumpt. Das Werk in Rehna pumpt täglich rund 1600 Kubikmeter Wasser ins öffentliche Versorgungsnetz.

Anders sieht es bei heimischen Brunnen aus. Sie ziehen das Wasser aus höheren Schichten. Doch auch hier findet eine Überwachung statt. Wer den Brunnen in seinem Garten für die Trinkwassergewinnung nutzen will, muss das beim Gesundheitsamt melden, sagte die Sprecher des Landkreises, Petra Rappen. Wer also mit dem Wasser Obst abwäscht, sein Geschirr oder gar sich selbst – all das fällt unter die Trinkwassergewinnung und muss kontrolliert werden.

In letzter Zeit gab es laut Gesundheitsamt aber keine Auffälligkeiten.

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