nordic yards : Trennung der Unzertrennlichen

Kurs offene See passierte die „Beringov Proliv“ am Dienstagmorgen den Yachthafen und die Seebrücke Wendorf. Sowohl die „Beringov Proliv“ als auch die „Murman“ sind mit einem Hubschrauberlandeplatz am Bug ausgerüstet. Fotos: Holger Glaner
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Kurs offene See passierte die „Beringov Proliv“ am Dienstagmorgen den Yachthafen und die Seebrücke Wendorf. Sowohl die „Beringov Proliv“ als auch die „Murman“ sind mit einem Hubschrauberlandeplatz am Bug ausgerüstet. Fotos: Holger Glaner

Mit der „Beringov Proliv“ verließ das erste von zwei hochspezialisierten Rettungsschiffen die Wismarer Werft – doch nur zu Testfahrten

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25. August 2015, 22:00 Uhr

Seit Wochen lagen sie in trauter Zweisamkeit beinahe unzertrennlich am Ausrüstungskai der Nordic Yards-Werft in Wismar. Gestern verabschiedete sich die „Beringov Proliv“ von der „Murman“. Damit verließ das erste der beiden in Wismar gebauten Rettungsschiffe den sicheren Hafen mit Kurs offene See. „Eine Woche wird die Beringov zu verschiedenen Tests auf der Ostsee unterwegs sein. Dann kehrt sie nach Wismar zurück“, sagt Pressesprecherin Susanne Meyer.

Mitte Februar wurden die für den Einsatz in der Arktis konzipierten eisbrechenden Rettungs- und Bergungsschiffe nach 17 Monaten Bauzeit getauft, seit Wochen werden sie am Ausrüstungskai mit hoch sensibler Technik ausgerüstet. „Wahre High-Tech-Schiffe, die mit ihrem Ausstattungsgrad und ihrem Leistungsspektrum den höchsten Ansprüchen gerecht werden“, sagt Dr. Vitaly Yusufov, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nordic Yards.

Das russische Transportministerium hatte die sogenannten Multipurpose Rescue and Salvage Vessel im Dezember 2012 bestellt. Die parallele Fertigung begann im September 2013. Die Schiffe sind jeweils etwa 88 Meter lang, nahezu 19 Meter breit, verfügen über einen Hubschrauberlandeplatz am Bug und bieten Platz für eine Besatzung von bis zu 38 Personen. Sie werden vom russischen Seenotrettungsdienst für Patrouillen und Rettungseinsätze in der Arktis eingesetzt. Haupteinsatzgebiet der „Beringov Proliv“ mit Heimathafen Korsakow wird die Region Sachalin, das der „Murman“ die Nordostpassage rund um ihren Heimathafen Murmansk sein.

Mit ihrer High-Tech-Ausrüstung können sie auch unter extremen Witterungsverhältnissen Such- und Rettungsaktionen sowie Notschleppeinsätze durchführen und dank eines Bordhospitals die medizinische Versorgung geretteter Personen gewährleisten. Sie fungieren als Feuerlösch- und Ölbekämpfungsschiffe und können in Häfen und Gewässern Eis bis zu einer Stärke von einem Meter brechen. Darüber hinaus sind die Schiffe mit Technik für Untersuchungen des Meeresbodens und beschädigter Objekte in Tiefen von bis zu 1  000 Metern ausgestattet.

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