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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 15:18 Uhr

Gadebusch : Treffpunkt Schwedenhütte

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kulturhistorischer Verein 1712 lässt Bodenfunde satellitengestützt erfassen

von
erstellt am 22.Dez.2014 | 00:43 Uhr

Regen, Sturm und Schneegriesel - auf den Hügeln rund um Wakenstädt ist es ungemütlich. Kaum anders als vor 302 Jahren, als dort die Schwedenschlacht tobte, 3000 Menschen ihren Tod fanden. Am Sonnabend erinnerte der Kulturhistorische Verein 1712 e.V. an die Geschehnisse vom 20. Dezember 1712.

Nicht wenige Besucher interessierten sich im Jahresverlauf für die Geschichte. „In den zurückliegenden Monaten begrüßten wir zahlreiche Vertreter aus Politik, von der Bundeswehr und Gäste aus Dänemark und Schweden“, sagt Vereinschef Frank Rohmann. Für das kommende Jahr meldeten sich bereits sieben Gästegruppen und Einzelbesucher an.

Anlässlich der Zusammenkunft entfachten Frank Rohmann, Detlef Parsche, Christine Zech, Torsten Neumann und Olaf Wiegel das Kaminfeuer in der Schwedenhütte auf dem Hügel bei Wakenstädt. Kerzenschein und Glühwein sorgten für eine heimelige Stimmung, während Torsten Neumann in der historischen Uniform eines Karoliners aus dem Elfsborg Regiment Göteborg die Vereinsmitglieder begrüßte.

Tourismus und das Thema Windkraftanlagen bestimmten die Diskussionsrunde. Vor allem der mögliche Bau von Windkraftanlagen auf dem historischen Schlachtfeld wird kritisch gesehen. „Viele unserer Freunde in Skandinavien zeigen kein Verständnis für derartige Planungen“, sagt Rohmann und folglich unterstütze der Verein „die Bemühungen der Interessengemeinschaft Gegen den Wind.“

Das Hauptaugenmerk des kleinen Vereins liegt weiterhin in der bodendenkmalpflegerischen und kulturhistorischen Arbeit. Mit modernster Technologie werden die Bodenfunde satellitengestützt erfasst. In Wakenstädt befindet sich eines der wenigen nicht überbauten historischen Schlachtfelder in Deutschland. „Mit den Daten wollen wir die ungefähre Größe des Areals darstellen“, sagt der ehrenamtlich arbeitende Bodendenkmalpfleger Olaf Wiegel.

Unterstützung erhält der Kulturhistorische Verein von einem jungen Archäologen, der an der Universität Hamburg seine Doktorarbeit über die Schlachtfeldarchäologie schreibt.

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