Tödlicher Verkehrsunfall : Trauriges Ende einer Rasertour

Der Opel Astra hatte sich durch den Aufprall mit der Fahrerseite regelrecht um den Baum gewickelt.
Der Opel Astra hatte sich durch den Aufprall mit der Fahrerseite regelrecht um den Baum gewickelt.

Ein 21-jähriger Fahrer aus Roggendorf starb, sein 31-jähriger Beifahrer aus Schlagsdorf wurde lebensgefährlich verletzt

svz.de von
05. Juli 2015, 23:49 Uhr

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 203 zwischen Salem und Ratzeburg ist am frühen Sonntagmorgen ein 21-jähriger Roggendorfer ums Leben gekommen. Sein 31–jähriger Beifahrer auch Schlagsdorf wurde lebensgefährlich verletzt.

Kurz nach 1 Uhr hatten Autofahrer die Polizei-Leitstelle darüber informiert, dass ein mit zwei Personen besetztes Auto kurz vor dem Ortseingang Ratzeburg seitlich gegen einen Baum geprallt war. Sofort wurden zwei Rettungswagen aus Mölln und Ratzeburg, der Ratzeburger Notarzt sowie die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg zur Einsatzstelle in Höhe des dortigen Heidelbeerplantage beordert. „Bei unserem Eintreffen war der Fahrer bereits verstorben und der Beifahrer nicht mehr ansprechbar“, sagte Einsatzleiter und Wehrführer Michael Dawert. „Beide Insassen des Opel Astra waren zudem im Fahrzeug eingeklemmt“, so Dawert weiter.

Weil der Zustand des 31-jährigen Beifahrers äußerst kritisch und lebensbedrohlich war, ordnete der Notarzt eine sofortige Crashrettung des Verletzten an. Dafür wurde die Beifahrertür mittels hydraulischem Rettungsspreizer entfernt. Um den verstorbenen und massiv eingeklemmten Fahrer zu befreien, wurde der PKW zuerst mit Hilfe der Seilwinde vom Baum abgezogen. „Anschließend trennten wir auch hier mit Hilfe des Rettungsspreizer die Fahrertür heraus", sagte Wehrführer Dawert. Nach einer fast einstündigen notärztlichen Erstversorgung, wurde der 31-jährige Beifahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Lübecker Universitätsklinik eingeliefert.

Nach Aussagen von Zeugen wurden diese bereits wenige Kilometer vor der Unglücksstelle von dem Fahrer des Opel Corsa mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit überholt. Auch die Polizei schließt nach ersten Erkenntnissen überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache nicht aus. Auf dem Teilstück sind 70 Kilometer pro Stunde erlaubt. „Der Opel Astra ist aus bislang unbekannter Ursache nach einer Rechtskurve in Schleudern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit der Fahrerseite seitlichen gegen einen Baum geprallt", sagte ein Beamter der Polizeileitstelle in Lübeck.

Die L203 war für rund zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Ein Seelsorger kümmerte sich um die Ersthelfer.

Ob auch Alkohol bei dem Unfall eine Rolle spielte, müssen die weiteren Ermittlungen noch ergeben. Auch am Sonntagmittag war der Zustand des 31-jährigen Schlagsdorfers nach Angaben der Polizei immer noch lebensbedrohlich und äußerst kritisch.


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