Boltenhagen : „Traumzeit“ sinkt an der Weißen Wiek

Nur noch die Funkmastspitze des zehn Meter langen Kutters    ragt aus der Ostsee.   Fotos: Kaes
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Nur noch die Funkmastspitze des zehn Meter langen Kutters ragt aus der Ostsee. Fotos: Kaes

Einen Tag nach der Probefahrt ragt nur noch die Mastspitze des ehemaligen Fischkutters aus dem Wasser

svz.de von
18. März 2014, 22:00 Uhr

Im Urlauberparadies Weiße Wiek ist es für einen Booteseigentümer mit der Erholung erst einmal vorbei. Denn sein Fischkutter „Traumzeit“ ist gesunken, nur noch die Funkmastspitze ragt aus dem Wasser. Jetzt muss der Mann aus Sachsen als Eigentümer die Bergung des Schiffes organisieren.

Eine Spaziergängerin hatte das gesunkene Schiff am späten Montagnachmittag in der Marina entdeckt und über Notruf die Einsatzleitstelle der Polizei in Waldeck informiert. Zu dem Zeitpunkt trat bereits Öl aus dem Kutter. „Die Überprüfungen ergaben, dass der ehemalige Fischkutter einen Winterliegeplatz in der Weißen Wiek hatte. Da Betriebsmittel austraten, wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Boltenhagen und Klütz ein Ölabsperrschlengel ausgebracht“, sagte gestern Thomas Kaphengst von der Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar. Alarmierte DLRG Taucher aus Zarrentin untersuchten den gesunkenen Kutter. An Bord befanden sich keine Menschen, alles war verschlossen.

Wieso der etwa zehn Meter lange Kutter gesunken ist, ist noch unklar. „Der Eigentümer hatte erst am Vortag eine Probefahrt gemacht und keinerlei Hinweise auf Unregelmäßigkeiten an Bord festgestellt“, so Thomas Kaphengst. Die Beamten der Wasserschutzpolizei haben die Ermittlungen wegen des Unterganges des Kutters und der dadurch entstandenen Gewässerverunreinigung aufgenommen. Auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg wurde eingeschaltet. „Die Behörde hat den Eigentümer beaufragt, den Kutter unverzüglich zu bergen“, so Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen auf SVZ-Anfrage.

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