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Mühlen Eichsen : Trauerhalle soll verkauft werden

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinde Mühlen Eichsen fehlt das Geld zur Erhaltung, ein Bestatter aus Gadebusch wäre an einem Kauf interessiert

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Was soll mit der Trauerhalle in Mühlen Eichsen geschehen? Die Gemeinde möchte das Gebäude gerne verkaufen. Zu teuer in der Unterhaltung, zu teuer die Sanierung. „Die Halle ist in keinem guten Zustand“, sagt Bürgermeister Jürgen Ahrens. Die Bestuhlung müsste neu gemacht werden, die Beleuchtung auch, Malerarbeiten stehen dringend an. Das Problem: Die Gemeinde ist knapp bei Kasse und kann sich das nicht leisten.

Deshalb hat die Gemeindevertretung jetzt die Idee diskutiert, die Halle zu veräußern. Und ein Interessent hatte sich auch gleich vorgestellt: Bestatter Tino Kobold aus Gadebusch. Für ihn ist der Kauf der Trauerhalle in Mühlen Eichsen eine strategische Entscheidung. „Das dient dem Zweck der Standortsicherung“, sagt Kobold. Vor fünf Jahren hat sein Unternehmen bereits die Halle in Schlagsdorf übernommen. Nun die Expansion. „Ich sehe Potenzial in Mühlen Eichsen“, sagt Kobold.

Bürgermeister Ahrens hat in den vergangenen Jahren immer weniger Bestattungen in der Halle verzeichnet. Vieles hätte sich nach Gadebusch verlagert. Doch nicht nur diese Sorge wäre er dann los. Ahrens stellt sich auch vor, dass dann die Friedhofspflege vom Bestatter übernommen würde. „Das würde den Gemeindearbeiter entlasten“, sagt Ahrens. Der sei mit den sonstigen Grünarbeiten bereits ausgelastet. Gerade im Sommer.

Der Bürgermeister möchte den Vertrag nun so gestalten, dass trotz der Übernahme durch Tino Kobold auch andere Bestatter die Halle nutzen können. Kobold möchte sich mit diesem Schritt stärker in der Region verankern, denn auch unter den Bestattern ist die Konkurrenz groß. Mit dem Zuschlag in Mühlen Eichsen würde sein Unternehmen vor Ort stärker in den Fokus rücken. „Das ist ein Geben und ein Nehmen“, sagt Kobold. „Die Menschen schenken uns ihr Vertrauen und wir geben ihnen dafür etwas zurück, indem wir die Verbindung in die Region halten.“

Sein Konzept hat die Gemeindevertreter überzeugt. Jetzt soll ein Wertgutachten klären zu welchen Kaufpreis die Halle an Tino Kobold gehen soll.

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