In Rosenow wurde der Acker gepflügt : Traktor-Unikate und PS-Monster

Hubraum-Teufel – so nennt sich eine zehnköpfige Gruppe aus Pritzier, die   ihre Traktoren in den Wettbewerb schickten. Der Zehnzylinder-Motor dieses Eigenbaus zog  den Bremswagen 80 Meter weit ins Ziel. Am Steuer ist Christoph Matzke.
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Hubraum-Teufel – so nennt sich eine zehnköpfige Gruppe aus Pritzier, die ihre Traktoren in den Wettbewerb schickten. Der Zehnzylinder-Motor dieses Eigenbaus zog den Bremswagen 80 Meter weit ins Ziel. Am Steuer ist Christoph Matzke.

Schirm, Regenjacke und Gummistiefel - wer sich mit dieser Kleidung zum 4. Rosenower Traktorpulling Cup aufmachte, dem machte auch der Dauerregen am Sonntag nichts aus. Dieselgeruch lag in der Luft über dem PS-Spektakel.

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25. Juni 2012, 10:05 Uhr

Rosenow | Schirm, Regenjacke und Gummistiefel - wer sich mit dieser Kleidung zum 4. Rosenower Traktorpulling Cup aufmachte, dem machte auch der Dauerregen am Sonntag nichts aus. "Solch ein Wetter hatten wir bisher noch bei keiner unserer Veranstaltungen", sagt Matthias Schultze. Sein Platz an diesem Tag ist unter einer Zeltplane, sein Job ist es, die Anmeldungen der Teilnehmer entgegenzunehmen. Rund 130 zählt er. "Rekord", sagt er und zählt die Klassen durch. 18 an der Zahl, von der Standard-Klasse 30 PS bis hin zu den 18 Tonnern, die es bis auf 850 Pferdestärken bringen. "Ein Gefährt der Marke Eigenbau ist sogar mit einem Panzermotor ausgestattet und bringt es auf 850 PS", weiß Schultze.

Die Traktoren, die gerade ihre Motoren anlassen, gehören aber nicht zu den Schwergewichten. Aber es sind einige Fahrzeuge dabei, wie sie auf Feldern garantiert nicht anzutreffen sind. Da ist dieses in rot und gelben Farben leuchtende Gefährt, das, hätte es nicht so wuchtige Hinterräder, mehr einem Rennwagen als einem landwirtschaftlichen Nutzfahrzeug gleicht. Der Traktor mit dem Zehn-Zylinder-Deutzmotor wiegt fast 2,5 Tonnen und gehört dem Team "Hubraum-Teufel" aus Pritzier. "Wie sind zehn Leute, die Spaß an solchen Eigenbauten haben", sagt Ronny Schupetta. Dann muss er auch schon los, denn er muss seinen Teamkollegen Christoph Matzke einweisen, der gleich startet. Der Motor heult auf, Matzke gibt Gas und der 300 PS-Motor schafft es, den Bremswagen bis ins 80 Meter entfernte Ziel zu ziehen. Full-Pull - die Zugmaschine hat durchgezogen. Das Maximum ist erreicht, und viele der Besucher, die links und rechts der Bahn stehen, applaudieren.

"Auch wenn der Regen nichts für die Zuschauer ist, zum Ziehen ist er gut, denn auf dem feuchten und schweren Boden haben die Reifen der Traktoren mehr Halt", weiß Heidrun Mehs. Ihr Mann Frank und Hartmut Krüske vom Traktor-Pulling-Team Rosenow sind die Organisatoren des Spektakels, und sie haben gerade damit zu tun, noch weitere Zelte aufzubauen.

Dieselgeruch liegt in der Luft über dem Gelände, auf dem sich das volksfestähnliche PS-Spektakel abspielt. Zu gewinnen gibt es Pokale, zu sehen gibt es betagte und kuriose Traktoren. Das reicht für Teilnehmer und Besucher, um einen abwechslungsreichen und spannenden Tag zu erleben.

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