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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

12. Dezember 2017 | 03:49 Uhr

Gadebusch : Training mit dem Olympiasieger

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ole Bischof übt mit Kindern und Trainern des Gadebuscher Vereins und erzählt von seinem harten Weg bis zum Erfolg

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2015 | 23:59 Uhr

Der Weg zu Olympischen Spielen dauert rund 15 000 Trainingsstunden. Macht zehn Jahren hartes Training, fünf Tage die Woche, zweimal am Tag. Am Ende dieser Rechnung kann der Sieg bei Olympia stehen. Für Ole Bischof ging dieses Zahlenspiel im Jahr 2008 auf.

Den Gadebuscher Judoka hat Bischof am Wochenende vorgerechnet, wie anstrengend der Weg zur Weltspitze ist. Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum hatten sie sich einen der erfolgreichsten Judoka Deutschlands zu einer Trainingsstunde eingeladen. Ein Viertel Jahr hatte sich der Gadebuscher Judoverein um Bischof bemüht. Dieses besondere Training teilten sie am Wochenende mit Vereinen aus Wismar, Schönberg und Wittenburg. So wurde in der Sporthalle am Gymnasium geworfen, gezogen und gehakelt was das Zeug hält.

Ole Bischof ist heute kein aktiver Judoka mehr. Nach seinem zweiten Platz bei den Olympischen Spielen vor zwei Jahren hat er seine Profikarriere beendet. Der Grund: Das Alter. „Ich war damals 32 Jahre alt. Bei den nächsten Spielen wäre ich 36 Jahre gewesen. Das ist für Kampfsport zu alt“, sagt er. Was will man auch mehr als Sportler? Olympiasieger – besser geht es nicht. „Ich habe mein Leben lang auf dieses Ziel hingearbeitet“, erzählt Bischof. Im Bodenkampf auf der Matte sei er unschlagbar gewesen.

Nach dem Abi geht er zur Bundeswehr, um dort bei der Sporteinheit zu trainieren. Da liegen schon viele Jahre auf der Judomatte hinter Bischof. Heute arbeitet der 35- Jährige als Unternehmensberater. Das VWL-Studium hat parallel zur Sportkarriere betrieben.

Als Bischof mit Judo anfängt, ist er ungefähr so alt wie viele der Jugendlichen, die am Sonnabend vor ihm sitzen.

Judo in Gadebusch – das gehört seit Jahren zusammen. 35 bis 40 Kinder und Jugendliche trainieren aktuell beim Verein, erzählt Harald Kleinfeldt, einer der Trainer. „Judo wird hier bestimmt schon seit 50 Jahren trainiert“, sagt Kleinfeldt. So genau lässt sich das nicht rekonstruieren. Damals noch bei Dynamo Gadebusch integriert, wird 1990 ein eigener Verein gegründet. Der bringt im Laufe der Jahre erfolgreiche Judoka hervor. Zweite und dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften, auch auf europäischer Ebene bestehen die Gadebuscher. Doch besser werden geht immer noch. Das haben am Sonnabendnachmittag auch die Trainer der Vereine gemerkt. Nach ihrem Nachwuchs waren sie dran. Heben, fallen, Technik das haben sie dann mit dem Olympiasieger geübt.

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