Gadebusch : Traditions-Lok im neuen Glanz

Die ersten neuen Teile sind grundiert: Im November könnte die sechs Meter lange Lok fertig sein.
1 von 2
Die ersten neuen Teile sind grundiert: Im November könnte die sechs Meter lange Lok fertig sein.

Sechs Meter lange Maschine soll Kindern Spaß am historischen Bahnhof bieten

svz.de von
23. September 2015, 12:00 Uhr

Die Sanierung des historischen Bahnhofes in Gadebusch ist längst abgeschlossen und der Salonschlafwagen des Regierungszuges der DDR hat bei Gästen nostalgische Gedanken hinterlassen. Für Investor und Betreiber Holger Hempel ist das Ensemble allerdings noch längst nicht vollständig.

„Ich habe immer gesagt, ich hätte gerne auch eine Lok“, sagt der 44-Jährige. Und den Wunsch erfüllte sich der Wakenstädter vor wenigen Wochen, wenn auch in etwas kleinerer Form. „Aus Wismar habe ich eine wirklich schrottreife, etwa sechs Meter lange Lok bekommen. Die restaurieren wir jetzt mit aufwendiger Mühe“, erklärt Hempel. Denn an der Kleinlok war wirklich nichts mehr gut. Alle Bleche waren vom Rost durchfressen, von Lack war sowieso keine Spur mehr zu sehen. „Wir haben nach und nach alle Bleche abgebaut und von einer Gadebuscher Firma nachbauen lassen“, erklärt der 44-Jährige. Dennoch kann Hempel seinen geplanten Aufstellungstermin am 3. Oktober nicht halten. „Schade, dann wäre der Salonschlafwagen genau ein Jahr lang hier und die Lok würde dann ganz gut passen“, sagte er. Doch bis zum November soll die Lok vor der Außenterrasse auf die Gleise gestellt werden und vor allem Kindern als Unterhaltung dienen. „Die können sich dann mal als Lokführer in das Führerhaus stellen und sich mit der Technik vertraut machen“, sagt Holger Hempel.

Dennoch ist mit der Kleinlok das Thema Zug noch nicht ganz vom Tisch. Denn auch eine große Lokomotive soll irgendwann noch vor dem Schlafwagen stehen. Die Verhandlungen dazu laufen. „Eine zu kaufen, wäre einfach zu teuer. Ich bin in Verhandlungen, eine Lok hier als Museumsstück zu bekommen und auszustellen. Mal sehen, ob und wann es klappt“, erklärt der Wakenstädter.

Bis dahin beschäftigt sich Holger Hempel mit der in einem knalligen Weinrot gehaltenen Kleinlok und Projekten, die er in der Stadt Gadebusch noch verwirklichen will.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen