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Ermittlungen eingeleitet : Tödliches Darts-Turnier in Wismar

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein

von
erstellt am 26.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Rund zweieinhalb Monate nach einem Streit mit tödlichem Ausgang in der Wismarer Gaststätte „Fellfresse“ hat die Staatsanwaltschaft Schwerin ein Ermittlungsverfahren gegen den Teilnehmer eines Darts-Turniers eingeleitet. Sie wirft ihm die fahrlässige Tötung eines 26-jährigen Mannes aus Wismar vor.

Der Darts-Spieler soll den 26-jährigen Gast während einer Auseinandersetzung zu Boden gebracht und dort niedergedrückt haben. Dabei soll der Mann eine Fixierung des 26-Jährigen über das erforderliche Maß hinaus aufrecht erhalten und dadurch den Tod verursacht haben. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Darts-Spieler eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

„Die rechtsmedizinische Untersuchung der Leiche sowie die durchgeführten feingeweblichen und toxikologischen Untersuchungen haben ergeben, dass als Todesursache ein Ersticken durch eine Brustkorbkompression, begünstigt durch die hochgradige Erregung und alkoholische Beeinflussung des Verstorbenen, in Betracht kommt“, teilte Claudia Lange von der Staatsanwaltschaft gestern mit. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen werde unter anderem zu klären sein, ob der Tod für den Beschuldigten in der konkreten Situation vorhersehbar gewesen sei. Die Anklagebehörde wies zudem auf die Unschuldsvermutung hin.

Die Schlägerei hatte sich am 5. November in der Wismarer Gaststätte ereignet. Nach Zeugenaussagen soll der 26-jährige Wismarer aggressiv gewesen sein und auch andere Gäste angegriffen haben.

Einen Tag nach der Auseinandersetzung gedachten vor der Lokalität in der Wismarer Innenstadt rund 30 Personen des Verstorbenen. Die Veranstaltung wurde durch Polizeikräfte des Polizeihauptreviers Wismar begleitet, um möglichen Eskalationen vorzubeugen. Aus der Veranstaltung heraus wurden die Beamten massiv beleidigt, bedroht und mit Flaschen beworfen.

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