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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

11. Dezember 2017 | 12:23 Uhr

Passow : Tischlerei investiert in Klimaschutz

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Gerhard Bockhold Tischlereigesellschaft mbH setzt auf energieeffiziente Scheitholz-Kesselheizung. 48 Tonnen CO2 können pro Jahr eingespart werden

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erstellt am 02.Sep.2014 | 23:56 Uhr

Klimaschutz auf dem Lande: Die Gerhard Bockhold Tischlereigesellschaft mbH investiert rund 35 000 Euro in eine energieeffiziente Scheitholzkesselheizung. Statt Heizöl kommt künftig durch die Verwendung von Holz Biomasse zum Einsatz.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung unterstützt die Investition in Passow. Es stellt 6700 Euro für das neunköpfige Unternehmen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, auch Efre genannt. Dieser Fonds dient der Förderung von Klimaschutz-Projekten.

Mit der auf 75 Kilowatt ausgelegten Anlage kann das Passower Unternehmen eine Einsparung von bis zu 48 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erreichen. „Wir sparen etwa zwei Drittel an Brennstoffen“, sagt Geschäftsführer Guido Bockhold. Der 36-Jährige Tischlermeister und Betriebswirt ist der Urenkel von Hans Bockhold, der in den 1920er-Jahren das Unternehmen als Stellmacherei gegründet hatte. Danach lenkten Sohn Hans, Enkel Gerhard und schließlich Guido Bockhold die Geschicke des Unternehmens.

Stattete die Tischlerei zu DDR-Zeiten u. a. FDGB-Hotels auf Rügen, Usedom, Hiddensee mit Tischen, Stühlen, Betten aus, so steuern die Mitarbeiter heute vorwiegend Großbaustellen in Hamburg und Schleswig-Holstein an. In der Elbmetropole bauten sie beispielsweise 1500 Innentüren in 200 Wohnungen ein oder schufen eine Dachterrasse auf einem um zwei Etagen erhöhten, ehemaligen Flakbunker. Das Unternehmen stattete zudem das Sonnendeck des 294 Meter lange Kreuzfahrtschiffs „Norwegian Star“ mit Möbeln aus. Sie wurden in Passow vorgefertigt und in den Niederlanden montiert. „Wir wurden auf dem letzten Drücker fertig. Wenn wir uns nicht beeilt hätten, wären wir sozusagen mit dem Schiff nach Florida gefahren“, sagt Guido Bockhold.

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