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Gesundheitsmobil vom Landkreis : Tipps von der mobilen Hebamme

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Familienhebamme beantwortet Fragen von jungen Müttern im Transporter. Damit fährt sie durch Nordwestmecklenburg, um vor Ort zu sein.

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erstellt am 07.Aug.2014 | 06:13 Uhr

Ob Fragen zur richtigen Babybrei-Zubereitung, zum Wickeln oder zur Bekleidung der kleinen neuen Erdenbürger, Antworten weiß Familienhebamme Marina Sellschopp-Schilhab. Sie ist im Auftrag des Landkreises mit dem Gesundheitsmobil einmal im Monat unterwegs und gibt jungen Mütter Ratschläge beim Umgang mit ihren Neugeborenen. „Diese mobile Sprechstunde ist wichtig, gerade für die Leute bei uns im Landkreis, denn die Wege sind doch ziemlich weit und so kommen wir zu den Familien und suchen den Kontakt“, sagt Marina Sellschopp-Schilhab.


Erster Kontakt für junge Familien schwer


In Gadebusch, Rehna und Schönberg ist sie mit Fahrer Frank Pirstorf unterwegs. Oftmals sprechen sie bereits bekannte Leute an, der erste Kontakt falle jungen Müttern und Vätern schwer. „Die Überwindung ist jedes Mal groß, schließlich kennt man sich nicht – es fehlt das Vertrauen zueinander.“ Vielehaben darüber hinaus eine eigene Hebamme, deren Hilfe sie in Anspruch nehmen. „Diese sind auch sehr wichtig. Kurz nach der Geburt weiß man ja noch nicht, worauf man achten muss und da ist Unterstützung sehr bedeutend zur Beruhigung der Eltern“, so Marina Sellschopp-Schilhab weiter. Sie betont aber, dass ihr Angebot lediglich ein zusätzliches sei, um unter anderem Ärzte, Hebammen oder andere Kontakte zu vermitteln.


Wichtige Fragen, spontane Antworten


Seit mehr als 30 Jahren ist die Wismarerin schon Hebamme. Als Geburtshebamme war sie erst selbstständig, nun arbeitet sie als Familienhebamme für den Landkreis und berät – außerhalb des Gesundheitsmobils – alleinerziehende, chronisch kranke sowie Teenager-Mütter.

Alle zwei Wochen trifft sie sich speziell mit den Jugendlichen und bespricht deren Fragen. „Viele sind selbst noch Kinder und müssen nun die Mutter sein, das ist eine große Umstellung.“ Manchmal überrasche es sie selbst, in welch kurzer Zeit die Mädchen erwachsen werden. Interessierte könnten noch an den Treffen teilnehmen, sollen sich aber zuvor bei Marina Sellschopp-Schilhab unter der Telefonnummer 03841-30 40 53 37 melden.

Die Familienhebamme ist ebenfalls bei Anträgen für Ämter oder die Krankenkasse behilflich. In Nordwestmecklenburg gibt es derzeit eine nebenberufliche und zehn hauptberufliche Hebammen, die die den Familien tatkräftig zur Seite stehen, berichtet Petra Rappen, Sprecherin des Landkreises. Davon sind zwei als Familienhebammen tätig. „Im Jahr 2012 wurde eine Familie durch eine Hebamme betreut“, informiert Kathrin Siegert, Sprecherin vom Sozialministerium MV. „Junge Eltern müssen so viel beachten, da durchzusehen, ist schwer. Deswegen ist es auch nicht schlimm, die Hilfe einer Hebamme zu suchen und anzunehmen“, erklärt Marina Sellschopp-Schilhab.

 

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