Wismar : Tierpark startet in die Saison

Die Wisente kamen noch bis ins Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor.  Fotos: Katharina Roese
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Die Wisente kamen noch bis ins Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. Fotos: Katharina Roese

Neue Tiere und eine neue Infrastruktur warten auf die Besucher. Erweiterung des Parkgeländes um 3,5 Hektar in 2014 geplant

svz.de von
11. März 2014, 06:00 Uhr

Luchsdame Karin sitzt auf dem Baum, hoch oben über den Köpfen der Pfleger. Andrea Held steht unter dem Baum und versucht Karin mit einem Eimer Futter herunter zu locken – ohne Erfolg. Die Luchsdame bleibt auf dem Ast sitzen und schaut der Tierpflegerin bei ihren Bemühungen zu.

Bereits seit 13 Jahren arbeitet Andrea Held mit Luchsen, derzeit mit Karin, Silke und Manni. „Karin und Silke kommen aus dem Wildgehege Moritzburg und Manni aus dem Tierpark Stendal“, berichtet die Tierpflegerin. Die beiden Luchsdamen klettern gern und halten gegen den Kater zusammen, sagt Held. „Noch können sie das, weil der Kater etwas jünger ist und jetzt erst in die Geschlechtsreife kommt. Danach wird sich das ändern.“

Neben den drei Luchsen leben weitere 190 Tiere auf dem weitläufigen Gelände des Tierparks Wismar. Insgesamt 25 Tierarten können bestaunt, beobachtet und kennengelernt werden. Seit gestern hat der Park seine Tore wieder geöffnet und begrüßt die Besucher mit einigen Neuerungen: „Wir haben eine neue Schweineart hier – die Maskenschweine“, erzählt Marina Welsch, Zuständig für das Marketing im Tierpark. „Außerdem wurde das Freigehege für die Nasenbären vergrößert und wir haben einen neuen Stall.“ Der alte war im vergangenen Jahr angezündet worden (wir berichteten).

„Zudem vergrößern wir uns“, sagt Marina Welsch. Vom angrenzenden, ehemaligen Landesgartenschau-Gelände kann der Tierpark rund 3,5 Hektar Land übernehmen. „Dieses Jahr planen wird, was wir damit machen wollen. Eventuell soll dort eine Alpakaherde unterkommen oder wir bauen eine begehbare Vogelvoliere.“

Im April und Mai erwarten viele Tiere Nachwuchs, erzählt Marina Welsch. Dann sind kleine Mufflons, Kälbchen, Schweine, Präriehunde und Kattas in den Gehegen unterwegs. Kleine Luchse wird es wohl nicht geben. Aber vielleicht begrüßen die Luchsdamen Karin und Silke die Besucher von hoch oben aus den Baumwipfeln.

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