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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Oktober 2017 | 04:11 Uhr

Schock in Utecht : Tiermord: Totes Lamm entdeckt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Unbekannte trennten vermutlich mit einer Machete den Tierkopf ab. Tierhalter Johannes Ellmann findet Überreste abgedeckt im Graben

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2017 | 20:45 Uhr

Johannes Ellmann ist geschockt - so etwas hat er noch nicht gesehen und erlebt. „Das Schaf lag da, mit Laub bedeckt und der Kopf fehlte“, berichtet der Tierhalter. Gestern Vormittag gegen 10 Uhr habe er es entdeckt. Er sei mit seinem schwarzen Retriever die Schafweide abgegangen, weil ihm die Vorkommnisse der letzten Stunden zuvor irgendwie seltsam erschienen. „Ein Muttertier muss am späten Abend gelammt haben. Als ich die Herde ins Gatter treiben wollte, war da ein einzelnes Lamm dabei, ohne Mutter“, berichtet der Schafzüchter. Die anschließende Suche auf der Koppel mit Taschenlampe habe keinen Erfolg gehabt. Am Morgen sei er dann noch einmal nachsehen gegangen und habe das Tier am Koppelzaun liegend gefunden - unversehrt aber verstört sei es gewesen. „Ich habe es mit dem Lamm zusammengebracht, aber so richtig angenommen hat sie es nicht“, berichtet Ellmann. Weil ihm die ganze Sache nicht geheuer vorkam, ging er mit seinem Hund nochmals auf die Weide und fand dann den Zwilling des Lamms im Graben. „Ich habe mit unserem Jäger und dem Fleischer gesprochen und ihnen das Tier gezeigt“, sagt Ellmann. Beide hätten gesagt, dass das kein Tier gewesen sei. Der Kopf wurde auf dem ersten Blick mit einem sauberen Schnitt abgetrennt. So, wie es weder mit einem Beil noch mit einem Messer zu schaffen sei. Die Vermutung liege nahe, dass es mit einer Art Machete ausgeführt wurde. Auch, dass der Auffindeort nicht der Tötungsort sei, erzählt der Schafhalter.

Als am Nachmittag die Polizei aus Gadebusch kommt, um eine Anzeige aufzunehmen, ist das Lamm verschwunden. Polizeihauptmeister Ralf Lienshöft und Polizeikommissar Nico Bremer bleibt nur, die Umgebung und den leeren Ablageort zu fotografieren und die Angaben des Tierhalters aufzunehmen sowie die von ihm gemachten Fotos von dem Lamm mitzunehmen. „So etwas ist uns bisher noch nicht vorgekommen“, erklären die Beamten einmütig. Die Kriminalpolizei werde sich der Sache nun annehmen und ermitteln.

Johannes Ellmann wusste in diesem Zusammenhang zu berichten, dass ihm ein Schäferkollege aus dem Raum Stormarn vor einigen Wochen erzählt habe, dass es dort vermehrt solche Fälle geben haben soll. „Mit dem Wolf und dem Marderhund haben wir ja mittlerweile gelernt zu leben. Aber dass jetzt irgendwelche Leute das Kopfabschlagen an Tieren üben, ist doch nicht normal“, meint er. Und das auch noch in dieser relativen Einöde.

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