Rehna : Tierische Überflieger aus Rehna

Der Deutsche Meister Klaus-Dieter Dischereit (li.) mit einem Danziger Hochflieger und Vorsitzender Jens Wischnewski mit einem Texaner.
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Der Deutsche Meister Klaus-Dieter Dischereit (li.) mit einem Danziger Hochflieger und Vorsitzender Jens Wischnewski mit einem Texaner.

Regionaler Rassegeflügelzuchtverein stellt kommende Woche aus – darunter die Tiere eines Deutschen Meisters

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05. Januar 2018, 21:00 Uhr

Die Rassegeflügelschau der Zuchtfreunde in Rehna am kommenden Wochenende ist in vielerlei Hinsicht besonders. Nicht nur ist sie das 110-jährige Jubiläum, auch präsentiert sie die Tiere eines Deutschen Meisters.

Klaus-Dieter Dischereit ist der Mann, der für seine Tiere den Deutschen Meisterschaftstitel erhielt. Mit seiner Rasse, den Danziger Hochfliegern, ist er laut dem Vorsitzenden des Rassegeflügelzuchtvereins das höchstausgezeichnete Mitglied des Vereins. „Er ist der erste in unserer Truppe, der einen solchen Titel verliehen bekommen hat“, sagt Vereinsvorsitzender Jens Wischnewski. Klaus-Dieter Dischereit bleibt bescheiden. „Ich habe mit meinen Tieren einen Deutschen Meisterschaftstitel erringen dürfen.“

Schon als kleiner Junge beschäftigte er sich mit der Taubenzucht. „1964 trat ich in den Geflügelrassezuchtverein Rehna ein“, erinnert sich der Rentner. Seither war er mit Unterbrechungen aktives Mitglied. Nur während und kurz nach der Zeit beim Militär widmete er sich nicht der Zucht. „Nach meiner Heirat habe ich mich dann wieder intensiver mit den Tieren beschäftigt.“

Wie viele Züchter hat sich Klaus-Dieter Dischereit auf eine Rasse spezialisiert. Das Interesse an den Danziger Hochfliegern kristallisierte sich heraus. 1975 trat der Rehnaer in einen Sonderverein für diese besondere Zuchtart ein und widmet sich seitdem der Perfektionierung der Tiere. Die Belohnung für die intensive Arbeit ist nun der Titel.

„Für die Auszeichnung braucht es zwei Dinge: Glück und Erfahrung“, so der Deutsche Meister. Das Glück liegt in diesem Falle auf dem Rücken der Tauben. „Es kommt darauf an, wie sich die Tiere präsentieren“, erklärt der Züchter. Klaus-Dieter Dischereit will sich nun aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern auch weiterhin nach Perfektion streben. Taubenzucht sei für ihn ein Hobby, dass der Seele gut tut. Finanzielle Anreize Fehlanzeige. Es rentiere sich nicht, auch nicht, wenn man Preise gewinne. „Ich mach’ es – auch wenn es hochgestochen klingt – für Ruhm und Ehre. Meine Zuchterfolge, die in den Büchern stehen, können noch viele Jahre lang betrachtet werden. Das macht stolz“, erklärt der 68-Jährige.

Seine Danziger Hochflieger werden in einer Woche mit zu den insgesamt 313 Tieren gehören, die von 24 Mitgliedern des Rehnaer Vereins im Rehnaer Lindenhof präsentiert werden. „Mit 29 Rassen haben wir eine bunte Palette“, berichtet Jens Wischnewski. Der jüngste ausstellende Züchter wird Paul sein, der mit neun Jahren riesige Hühner präsentiert. Sein Gegenstück – der älteste Aussteller – ist mit 77 Jahren Horst Birnatzki.

Auch solche kleinen Unterschiede machen die Ausstellung so bunt. „Wir sind sehr stolz, dass wir die ganze Schau mit eigenen Mitgliedern abwickeln können“, findet der 38-jährige Metallbaumeister. Für ihn ist es die erste Schau, die er als Vorsitzender ausrichtet. „Ich habe aber nicht vor, ein funktionierendes Konzept umzukrempeln. Wir haben hier ein eingespieltes Team“, so Jens Wischnewski.

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