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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. Oktober 2017 | 22:54 Uhr

Kulturtage : Tierisch gut amüsiert in Dechow

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Österreichs jüngster Exportschlager „Faltenradio“ war schon zum zweiten Mal auf der Dorfbühne zu Gast

„Faltenradio“ ist auf den Hund gekommen. Als das gleichnamige Wiener Crossover-Ensemble vor gut einem Jahr zum ersten Mal – und zwar noch vor allen anderen Bühnen im Land – bei den Kulturtagen Dechow gastierte und dabei jugendlich respektlos, jedoch äußerst gekonnt, Renaissancemusik u.a. mit Jazz, Klezmer und steirischer Volksmusik mischte, war davon noch nichts zu ahnen. Sie seien nun mal „völlig vernarrt in die Viecher“, begründeten die vier anerkannten Instrumental-Virtuosen Matthias Schorn, Alexander Maurer, Alexander Neubauer und Stefan Prommegger ihren jüngsten „Geniestreich“:

Sein Programm namens Zoo outete „Faltenradio“ als „Privatsender aus dem Tierreich – die Stimme seines Volkes“. Von derlei Ankündigungen hatte sich das kunstverständige Publikum aus weitem Umkreis des Nordwestmecklenburger Dörfchens jedoch nicht abschrecken lassen und den Saal auch beim jetzigen zweiten Gastspiel bis an seine Kapazitätsgrenzen gefüllt. Gastgeberin Irmgard von Puttkamer erkannte unter ihnen schmunzelnd „viele Wiederholungstäter“ und freute sich sichtlich auch über die genannten Künstler als solche.
Auf abgedunkelter Bühne begannen zunächst zwei Akkordeons ihr lyrisches Spiel, in das plötzlich zwei Klarinetten schnatternd einfielen.

Dieses für „Faltenradio“ typische Instrumentarium ergänzten die vier Könner ihres durchaus klassischen Fachs mit „vollem Körpereinsatz“, indem sie beispielsweise pantomimisch, akrobatisch oder wie entfesselt schuhplattlernd „vom Leder zogen“. Selbst rhythmisches Stampfen, Klatschen, Fingerschnippen und Zungenschnalzen auf der Bühne sprangen als Zündfunken in den voll Begeisterung tobenden Saal über.

Vom „Carneval der Tiere“ über den weltberühmten „Hummelflug“ und Schuberts „Forelle“ bis zu „Yellow Submarine“ der Beatles spannte sich der musikalische Bogen. Als dann noch Stefan Prommegger sein ungeahntes Stimmvolumen – u.a. als Balu aus dem Dschungel-Buch – einsetzte und das vielseitige Quartett „Amadeus, Amadeus“ rockte, war das Publikum restlos begeistert.

Sie hätten sich – genau wie ihr Publikum – „tierisch amüsiert“, signalisierten Alexander Maurer, Stefan Prommegger, Alexander Neubauer und Matthias Schorn, wobei letzterer vor einem herrlich vertonten Psalm als Zugabe noch ausdrücklich Irmgard von Puttkamer, ihren ehrenamtlichen Mitstreitern sowie dem hinreißenden Publikum für die erneute Einladung „an diesen sehr besonderen Ort“ Dechow dankte.

„Wir hoffen, dass es Ihnen annähernd so viel Spaß gemacht hat, wie es uns Spaß gemacht hat!“ Dem ist wohl nichts hinzu zu fügen.

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