Tierheimfest in Roggendorf : Tierheim wirbt für bessere Tierhaltung

Annette Herbing mit Hector, den sie liebevoll 'Hecki' nennt.Johanna Hegermann
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Annette Herbing mit Hector, den sie liebevoll "Hecki" nennt.Johanna Hegermann

Mit einem Fest wirbt das Tierheim Roggendorf für einen besseren Umgang mit Haustieren. Aktuell zählt das Heim 32 Hunde und 64 Katzen. Und für den ausgesetzten Hector werden dringend Spenden benötigt.

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05. September 2012, 08:33 Uhr

Roggendorf | Hector wurde in Schmielau bei Ratzeburg aus einem Auto geworfen. Zeugen sahen nur noch, dass ein Auto mit Hamburger Kennzeichen davon fuhr. Der Schäferhund blieb zurück. Mit Schmerzen wurde er in das Tierheim nach Roggendorf gebracht.

"Er konnte kaum laufen, doch eigentlich wollten wir mit ihm nicht sofort zum Tierarzt. Nachts hatte er sich jedoch vor Schmerzen das Bein aufgebissen", erzählt Annette Herbing, die Leiterin des Tierheims. Danach musste es ganz schnell gehen. Hector bekam ein CT (Computer Tomographie) und musste eine Untersuchung über sich ergehen lassen. Gebrochen war nichts. Die Ursache für Hectors schmerzen lagen darin, dass einer seine Hinterläufe fünf Zentimeter kürzer war. Da der Fundhund noch recht jung ist, wurde entschieden, ihn in Hamburg operieren zu lassen. Doch die Diagnose hieß dort: inoperabel. Nun muss der Schäferhund ein Lebenlang Tabletten nehmen.

Mittlerweile geht es Hector schon viel besser und die Wunde am Bein ist auch wieder verheilt. "Durch die Untersuchung und das CT sind jedoch über 1000 Euro an Kosten entstanden. Deswegen wollen wir bei unserem Tierheimfest für Hector Geld sammeln", sagt die Tierheimleiterin. Diesen Sonntag. 9. September, von 11 bis 16 Uhr soll es auf dem Grundstück des Roggendorfer Tierheims stattfinden. Neben einem Flohmarkt, einer Tombola und Aktionen für die Kleinen, soll mit vegetarischen Gerichten für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt werden. Auch mit Informationen rund um die Tiere des Heimes werden die Besucher am Sonntag versorgt. Vielleicht findet der ein oder andere dann auch seinen besten Freund des Menschen, vielleicht auch einen kleinen Stubentiger. Das Tierheim hat derzeit 32 Hunde und 63 Katzen, davon sieben Katzenkinder, die ein Zuhause suchen.

Auch Hector möchte adoptiert werden. "Er ist ein sehr wachsamer, gelehriger und lieber Hund. Man muss nur aufpassen, ihn nicht zu überfordern, dann wird er etwas nervös", sagt Annette Herbing. Sie ist selbst Halterin eines ehemaligen Heimbewohners. Der dreibeinige Hatsch ist mittlerweile ihr neues Familienmitglied.

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