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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 17:53 Uhr

Roggendorf : Tierheim sucht Arzt

vom

Tierärztlicher Notstand kündigt sich ab Januar beim Tierheim Roggendorf an. Dabei steht nicht die Behandlung entlaufender Haustiere im Vordergrund, sondern mehr die Vorsorgearbeit, die der Verein seit Jahren betreibt.

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erstellt am 13.Dez.2012 | 06:32 Uhr

Roggendorf | Tierärztlicher Notstand kündigt sich ab Januar 2013 beim Tierheim Roggendorf an. Dabei steht nicht die Behandlung entlaufender Haustiere im Vordergrund, sondern vielmehr die Vorsorgearbeit, die der Verein seit Jahren in der Region betreibt. Es geht darum, der unkontrollierten Vermehrung wildlebender Katzen Einhalt zu gebieten.

"Bislang wurden die Tiere von uns eingefangen, von einer Tierärztin kastriert und bei sichergestellter Fütterung wieder ausgesetzt", sagt Tierheimchefin Annette Herbing. Ab dem kommenden Jahr stehe allerdings die bisherige Ärztin nicht für weitere Einsätze zur Verfügung. Herbing bedauert dies, aber durch einen anstehenden Auslandsaufenthalt der Ärztin müsse nun Ersatz gesucht werden.

In Teamarbeit wurden in der Vergangenheit zirka 250 Tiere jährlich kastrieret. Eine derartige Größenordnung kann der Verein nicht allein stemmen, schon gar nicht komplett finanzieren.

Wegschauen, die Augen verschließen und das Problem verdrängen, das wollen Herbing und die zahlreichen Helfer nicht. Man fühle sich verantwortlich, meint die Tierheimchefin. "Wenn die Leute beispielsweise auf verlassenen Gehöften oder Höfen in der Nachbarschaft Tiere entdecken, stehen sie nicht selten mit den Katzen bei uns vor der Tür. Dann können wir sie nicht einfach wegschicken", sagt die Tierschützerin. Besser sei es, das Pro blem gemeinsam in den Griff zu bekommen. Als Konkurrenz zu örtlichen Tierärzten sei die Aktion nicht zu verstehen. Herbing: "Wie gesagt, es geht um wildlebende Katzen und nicht um Haustiere, die über Tierarztpraxen versorgt werden."

Neben der tierärztlichen Unterstützung wirbt das Tierheim aktuell auch um Hilfe beim Holzhacken. "Eine notwendige Aufgabe, die für uns als Frauenteam sich nicht immer einfach bewältigen lässt", meint die Leiterin des Hauses. Folglich wird nach Unterstützung gesucht, um beispielsweise in den kommenden Tagen eine Fuhre unbelastetes Palettenholz aufzuarbeiten. Denn die Heizung im Gebäude wird ausschließlich mit Holz und Kohle befeuert und sichert in den Wintermonaten auch die Wärmeversorgung einzelner Zwinger und Räume, in denen Hunde und Katzen leben.

Wer als Tierärztin oder beim Holz machen das Tierheim in Roggendorf unterstützen will, kann Annette Herbing und Team über die unten stehenden Telefonnummern erreichen.

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