Roggendorf : Tierheim braucht dringend Hilfe

Fritzi friert – das rote Mäntelchen, das ihr Tierheimleiterin Meike Jaworski umgelegt hat, hilft nur bedingt in dem kalten Gebäude.
Fritzi friert – das rote Mäntelchen, das ihr Tierheimleiterin Meike Jaworski umgelegt hat, hilft nur bedingt in dem kalten Gebäude.

Defekte Elektrik sorgt für frierende Hunde. Kurzfristig muss ein Erdkabel verlegt werden. Spenden sind willkommen

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12. Dezember 2017, 04:45 Uhr

Des Tierheim sendet SOS: Bei ihm ist in einem Gebäude der Strom ausgefallen. „Ein befreundeter Elektriker hat sich das bereits angeschaut. Es ist ein größeres Problem, nicht nur eine Sicherung“, berichtet Tierheimleiterin Meike Jaworski.

Die alte Zuleitung sei so marode, dass eine neue gelegt werden muss – ein Erdkabel von etwa 50 bis 60 Metern Länge, das den elektrischen Strom vom Katzenhaus aus in die separate Hundebehausung transportiert. Es handelt sich bei dem Gebäude um die alte Kükenbaracke der ehemaligen Broilermastanlage, deren Gelände seit 20 Jahren vom Tierheim genutzt wird. „In dieser massiven Baracke haben wir unsere Problemhunde untergebracht. Normalerweise haben wir für sie im Winter Wärmeplatten, auf denen sie in den ansonsten unbeheizten Räumen liegen können“, erzählt Diplombiologin Jaworski. Doch ohne Elektrik gehe das nun nicht und der kleine, gasbetriebene Heizstrahler bringt nicht den benötigten Effekt. Hinzu kommt, dass ohne ausreichende Beleuchtung auch die Arbeit mit den Tieren hier gefährlich ist. „Wir gehen zwar jetzt mit Kopflampen bestückt hier rein, aber ganz wohl ist uns bei diesem Dämmerlicht nicht bei den teilweise aggressiven Tieren“, verdeutlicht die Tierheimleiterin die präkere Situation.

„Wir brauchen deshalb so schnell wie möglich wieder Strom in dem Gebäude, schaffen das aber nicht alleine“, bittet Jaworski um Hilfe. Dabei sei alles willkommen, Geldspenden ebenso wie Sachspenden. „Vielleicht hat ja jemand noch die benötigten Meter Erdkabel und benötigt das nicht mehr. Oder jemand hat Zugriff auf einen Bagger oder kann einen ausleihen und damit umgehen“, so die Tierschützerin.

Durch die mangelnde finanzielle Unterstützung des Tierheimes von öffentlicher Seite ist es auf das private Engagement und Hilfe durch Spender, Sponsoren sowie tatkräftige, ehrenamtlich Mitarbeit angewiesen. „Es ist eigentlich die Pflicht der Ämter, Städte und Gemeinden in unserem Einzugsgebiet, uns finanziell ausreichend auszustatten. Doch einige Gemeinden entziehen sich dieser Verantwortung“, sagt die Leiterin des Tierschutzverein Roggendorf und Umgebung e.V., Maike Jaworski. Der Verein betreibt das Tierheim.

Wer bei der dringend benötigten Erneuerung der Elektroinstallation helfen möchte, kann sich direkt an das Tierheim Roggendorf wenden. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: per Telefon unter der Nummer 038876/31863, per Email an info@tierheim-roggendorf.de oder auch über das Notfall-Handy unter der Nummer 0172/3974569.

Den Mitarbeitern des Tierheims sitzt im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit im Nacken. Sie hoffen darauf, dass sie die gesamte Aktion noch über die Bühne bekommen, bevor eine längere Frostperiode das Verlegen des Erdkabels unmöglich macht.

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