Avignon ruft: Jugendliche machen Theater : Theater-Projekt startet in Roggendorf

<fettakgl>Wenn die Gruppe es will</fettakgl>, steht einem Auftritt beim Theaterfestival   nichts im Wege.
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Wenn die Gruppe es will, steht einem Auftritt beim Theaterfestival nichts im Wege.

In Roggendorf beginnt ein neues Theaterprojekt für Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren. Am Ende des Projekts reisen die jungen Menschen nach Frankreich, um dort Theater zu spielen.

svz.de von
18. Januar 2013, 09:47 Uhr

Gadebusch | Jeder kann und soll zeigen, was in ihm steckt. Genau das will Steffen Nowack, Gemeindepädagoge der verbundenen Kirchgemeinde Gadebusch-Roggendorf-Groß Salitz, erreichen. Der Mann für die Jugendarbeit bei der Kirche ist derzeit auf Werbetour für das diesjährige Straßentheaterprojekt im französischen Avignon - dem größten Schauspiel in Europa. Genau dort sollen sich die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren sich beweisen und vor allem Spaß haben. "Wie das aussehen kann, könnt ihr sehr gut in diesem Filmbeitrag sehen", so Nowack und kommentiert seinen Zusammenschnitt der Frankreichreise 2012 in der Pausenhalle des Gymnasiums.

Bevor es allerdings in den Sommerferien 2013 erneut auf Tour nach Avignon und Taizé geht, sind einige Wochenendseminare zu absolvieren. Dabei steht die Gruppe und vor allem das sich selbst Kennenlernen beim Theaterspiel im Mittelpunkt. Außergewöhnliche Aktionen wie der Lauf mit Trillerpfeifen durch die Rostocker Altstadt, das Balancieren in der Sporthalle in Roggendorf oder der spielerische Umgang mit Mimik und Gestik gehören zum Programm. Insgesamt sieben Seminare sind Bestandteil des Projektes. Start ist am 1. März. Anschließend trifft sich die Gruppe in einem zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus, um sich nach Herzenslust auszuprobieren. "Am Ende ist es eine Wahnsinns-Erfahrung, wenn wir gemeinsam mit 3000 bis 10 000 anderen jungen Menschen aus Europa uns in Avignon und Taizé treffen", so Nowack.

Auf dem ersten Blick scheint es, als wenn der Gemeindepädagoge am Gymnasium eher den Alleinunterhalter spielt. Dem ist nicht so, denn die Jugendlichen hören zu, im weitläufigen Pausenraum des Gymnasiums. So wie Pauline Zierow und Anna-Marie Skoeries. Sie finden das Angebot durchaus spannend: "Einfach cool, das wird sicherlich eine gute Erfahrung fürs Leben", sagen die Schülerinnen der 8. Klasse. Nicht alle Schüler reagieren in dieser Form. Solch anfängliche Zurückhaltung kennt Nowack. "Die Jugendlichen sind anfangs verhalten, aber wenn das Projekt startet, sieht es ganz anders aus. Und: Wir dürfen heute nicht vergessen, dass bei sieben Seminaren eine gewisser Zeitaufwand notwendig ist. Mitmachen lohnt sich aber, denn jeder kann nur stärker werden", meint Nowack. Für ihn ist solch ein Experiment von Nachhaltigkeit geprägt, denn der Anspruch bestehe darin, dass eine bunt gemischte Truppe mit unterschiedlichsten Charakteren etwas auf die Beine stellt. "Was auf die Bühne kommt, das entscheiden die Teilnehmer am Ende selbst",sagt der Gemeindepädagoge. Weitere Termine zur Vorstellung des Avignon-Projektes wird es an der Realschule Gadebusch und an der Förderschule geben. Anmeldeschluss für interessierte Jugendliche ist der 18. Februar.

Das Projekt wird vom Land MV, dem Landkreis Nordwestmecklenburg und der Nordkirche gefördert. So enthalten die Teilnehmerkosten der Seminare (10 bis 40 Euro)Unterkunft, Seminargebühren, Vollverpflegung, Fahrtkosten und die Bereitstellung einer guten Theaterausstattung. Jugendliche mit schmalen Finanzen haben die Chance auf eine Teilnehmerförderung.

Telefonisch ist Steffen Nowack unter der Rufnummer 03867-4010 oder per E-Mail GP.Camel@web.de erreichbar.

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