zur Navigation springen

Gemeinde klagt gegen neues Finanzausgleichsgesetz : Thandorf hofft auf Hilfe vom Gericht

vom

Die Gemeinde Thandorf ist eines der "Minidörfer" in MV, das gegen das Finanzausgleichsgesetz (FAG) beim Landesverfassungsgericht Greifswald Klage eingereicht hat.

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2011 | 08:27 Uhr

Thandorf | Die Gemeinde Thandorf ist eines der "Minidörfer" in Mecklenburg-Vorpommern, das gegen das Finanzausgleichsgesetz (FAG) beim Landesverfassungsgericht Greifswald Klage eingereicht hat. Nach der ersten mündlichen Verhandlung ist Thandorfs Bürgermeister Wolfgang Reetz ein wenig erleichtert, dennoch bleibt er in seinen Äußerungen zu den Aussichten der Klage eher vage: "Wir sind verhalten optimistisch."

Jetzt hat der Bürgermeister seine Gemeindevertreter und Einwohner bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung über den aktuellen Stand der Verhandlung informiert. "Aus dem gesamten Amtsbereich kommen positive Rückmeldungen", sagt Reetz. Wie wichtig das Thema den Menschen ist, zeigte sich nicht nur bei der Gemeindeversammlung in Thandorf, sondern auch in Greifswald. "Der Gerichtssaal war bis fast auf den letzten Platz mit Zuschauern gefüllt. Das zeigt doch das große Interesse in der Bevölkerung."

Wenn die Klage keinen Erfolg hat, greift ab dem 1. Januar 2012 das FAG. Das wiederum bedeutet für Gemeinden wie Thandorf mit weniger als 500 Einwohnern finanzielle Einbußen. "Wir bekommen dann 4000 Euro weniger im Jahr - das ist viel Geld für uns. Aber auch die Fehlbedarfs- und Sonderbedarfszuweisungen fallen weg", sagt Wolfgang Reetz. Dabei geht es ihm nicht nur um die Pflichten, die er als Bürgermeister einer Gemeinde zu erfüllen hat. "Freiwillige Aufgaben wie Kinderfeste werden schwieriger umzusetzen sein", so Thandorfs Bürgermeister, der jetzt die Urteilsverkündung am 30. Juni abwarten möchte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen