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Gemeinde Lützow hofft auf Ermittlungserfolg der Polizei : Teure Hansa-Schmierereien

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Die Begeisterung über einige vermeintliche Anhänger des FC Hansa Rostock hält sich in der Gemeinde Lützow inzwischen in Grenzen. Der Grund sind etliche Graffiti. Die Gemeinde hat inzwischen die Polizei eingeschaltet.

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erstellt am 28.Jan.2011 | 06:41 Uhr

Lützow | Die Begeisterung über einige vermeintliche Anhänger des FC Hansa Rostock hält sich in der Gemeinde Lützow inzwischen in Grenzen. Der Grund sind etliche Graffiti. Hellblau prangen schon seit einigen Monaten an Schildern, Stromkästen und Bushaltestellen Schriftzüge wie FCH oder Suptras. Die Gemeinde hat die Polizei eingeschaltet, um den Urheber der Sprühereien zu ermitteln. Denn auf den Kosten für die Reinigung möchte Lützow nicht sitzen bleiben.

Graffiti zu entfernen ist nämlich nicht immer einfach und schon gar nicht billig. In der Regel müssen Reinigungsfirmen anrücken, um die teilweise hartnäckigen Lackfarben zu beseitigen. Das geschieht je nach Untergrund mit Strahlreinigern oder speziellen Lösungs- und Reinigungsmitteln. Meist wird so eine Graffiti-Entfernung nach der aufgewandten Zeit berechnet und kostet zum Beispiel beim Gadebuscher Reinigungsunternehmen Burmeister und Spill im Schnitt 30 Euro pro Stunde.

Theoretisch könnten im aktuellen Fall für die Gemeinde Lützow also allein entlang der B104 Kosten von schnell 300 Euro nur für die Reinigung entstehen.

Aus diesem Grund erkundigte sich Bürgermeister Tino Waldraff beim Neujahrsempfang mit der Volkssolidarität auch bei Polizeihauptmeister Bernd Schumacher nach dem Stand der Ermittlungen in dieser Sache. Doch bisher kann die Polizei noch keinen Verdächtigen vorweisen, dem die Graffiti anzulasten wären.

Bei den Sprühereien, die sich nicht allein in Lützow finden - auch in Rehna und Gadebusch sind ähnliche Schmierereien zu sehen - handelt es sich rechtlich um Sachbeschädigungen, beziehungsweise eine "unbefugte Veränderung des Erscheinungsbildes". Bei einer Verurteilung drohen dem Sprayer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Der Spielraum reicht bei der Ahndung von Freiheitsentzug über Geldstrafe bis zu Arbeits- und Beseitigungsauflagen.

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