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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

13. Dezember 2017 | 08:30 Uhr

Rehna : Testfahrt mit Drehleiter

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Spezialtechnik in der Altstadt im Einsatz. Höhenfahrt bis 32 Meter möglich / Gesamtinvestition von 300 000 Euro

von
erstellt am 18.Sep.2014 | 00:42 Uhr

Die städtische Feuerwehr will hoch hinaus. Zumindest im Ernstfall wollen die Brandschützer für Einsätze in der Altstadt und an Wohnblöcken bestens gerüstet sein. Das könnte in Zukunft eine Drehleiter für die freiwillige Feuerwehr ermöglichen. Einen umfassenden Einblick in die Rettungstechnik erhielten Stadtvertreter, Brandschützer sowie Interessierte am Dienstagabend in Rehna. „Die Firma Metz hat uns die Gelegenheit gegeben, eine generalüberholte Leiter im Stadtgebiet zu testen“, sagt Rehnas Wehrführer Henry Wanzenberg.

Insbesondere die Hinterstraße sowie das Alten- und Pflegeheim in der Altstadt waren hinsichtlich der Erreichbarkeit und Einsatzmöglichkeiten wichtige Adressen. „Uns lag fiel daran auch den Stadtvertretern die Unterschiede und Möglichkeiten zwischen unseren herkömmlichen Leitern und der Drehleiter aufzuzeigen“, sagt Wanzenberg. Letztlich ging es um die schnelle und effiziente Menschenrettung. Nicht zu vergessen die Brandbekämpfung von oben, meint der Feuerwehrchef.

Beim vorgestellten Gerät handelte es um eine generalüberholte Leiter, die Wunschtechnik der Feuerwehr Rehna. Mit ihr lassen sich Höhen von 32 Metern erreichen und Lösch- sowie Rettungseinsätze bis 24 Metern Höhe fahren. „Optimal und ausreichend“, meint Wanzenberg, der gemeinsam mit Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und Vertretern des Anbieters Details zur Investition und Technik besprachen. Kostenpunkt für die Drehleiter: 300 000 Euro. Eine Investition, die sich die Stadt, der Landkreis und möglicherweise das Land MV teilen wollen. Eine klare Position hat die Stadtvertretung: 100 000 Euro will Rehna beisteuern. Weitere 100 000 Euro zahlt der Kreis. Ein entsprechender Fördermittelbescheid wurde bereits im Frühjahr an die Stadt überreicht. Offen bleibt die Beteiligung des Landes. „Es fehlt die Stellungnahme des Landesamtes für Polizei, Brand- und Katastrophenschutz, damit das Innenministerium die Förderung übernimmt“, so Wanzenberg. Weitere 100 000 Euro sind im Gespräch.

Kritikern, die hohe Unterhaltungskosten auf die Stadt zukommen sehen, will Wanzenberg nicht folgen. „Für die jährliche Fahrzeugunterhaltung sind 2500 Euro notwendig. Alle zehn Jahre muss die Leiter zur Inspektion. Die Kosten dafür belaufen sich auf 6000 Euro“, sagt Wanzenberg. Finanzmittel, die notwendig sind, wenn um die Überprüfung und weitere Zulassung der Technik geht.

Für Wanzenberg und die Brandschützer der Wehr steht fest: Eine Drehleiter ist notwendig. Man habe mit dem Landkreis, Kreiswehrführer und Bauordnungsamt des Kreises fachgerechte Stellungnahmen vorgelegt. „Das Land kann das nicht ignorieren“, sagt Henry Wanzenberg. Den Einsatz von Technik aus den Nachbarstädten wie Gadebusch und Schönberg stuft er aufgrund des Zeitverlustes zwischen Alarmierung und Einsatz als problematisch ein.

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