Schilder-Wirrwarr in Gadebusch : TED: 94 Prozent für Abbau der Verkehrszeichen

Das Verkehrszeichen 301 (vorn) wollen zahlreiche Gadebuscher am Bahnhofsbereich nicht mehr sehen.
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Das Verkehrszeichen 301 (vorn) wollen zahlreiche Gadebuscher am Bahnhofsbereich nicht mehr sehen.

Im Gadebuscher Bahnhofsbereich soll die Rechts-vor-Links-Regelung her

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14. Dezember 2014, 19:10 Uhr

Immer mehr Menschen hoffen, dass der Schilder-Wirrwarr an der neuen Gadebuscher Problem-Kreuzung schnellstens ein Ende hat. So sprachen sich bei einem Telefon-TED unserer Zeitung 94 Prozent der Anrufer dafür aus, eine Rechts-vor-Links-Regelung im Bahnhofsbereich einzuführen. Die jetzige Lösung lehnen sie somit ab.

Auf Unverständnis stößt die umstrittene Ausschilderung auch bei zahlreichen Nutzern des SVZ-Facebook-Portals. Dort ist beispielsweise von einem „Schilder-Schildbürger-Streich als Touristenattraktion“ die Rede. Signe Krüger befürchtet gar: „Das bauen die Verantwortlichen bestimmt erst um, wenn die ,ZDF-heute-Show’ darüber ihre Witze reißt und damit den Massentourismus nach Gadebusch lockt.“ Eine andere Leserin schreibt: „Also wer da die Schilder koordiniert hat, hatte entweder nie in der Verkehrserziehung aufgepasst oder den Führerschein nur bekommen, weil er ein paar Tränen vergossen hat. Quasi zum Geburtstag oder so.“

Eine Veränderung der Verkehrsregelung fordert auch Doris Henning. Sie verdeutlicht: „Wahrscheinlich muss erst Schlimmes passieren, bevor die Verantwortlichen reagieren. Die dann natürlich keine Schuld haben.“

Gadebuscher hoffen inzwischen, dass der Landkreis Nordwestmecklenburg seiner Ankündigung Taten folgen lässt. Kreis-Presesprecherin Petra Rappen hatte in der vergangenen Woche auf SVZ-Anfrage erklärt: „Falls sich zeigen sollte, dass die jetzige Lösung nicht praktikabel ist, wird es mit Sicherheit zu Veränderungen kommen.“

Dass sich beim TED 94 Prozent der Anrufer für eine Rechts-vor-Links-Regelung im Bahnhofsbereich aussprachen, verwundert den Gadebuscher Stadtvertreter Günter Blankenberg nicht. Er hatte die derzeitige Ausschilderung bereits als – so wörtlich – Schande bezeichnet. Fahrschullehrer Günter Gottschalk verdeutlicht die Gefahr: „Durch die Regelung ist es in etwa so, als wenn an einer Ampelkreuzung gleichzeitig alles auf Grün gestellt wird.“  

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