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Übung in Rehna : Teamarbeit beim Katastrophenschutz

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Technisches Hilfswerk und Feuerwehren setzen auf schnelle Hilfe

svz.de von
erstellt am 30.Mai.2016 | 02:02 Uhr

Der Katastrophenschutz in Nordwestmecklenburg ist für den Ernstfall bestens vorbereitet. Das zeigte eine Ausbildungsveranstaltung mit mehr als 130 Mitgliedern und 30 Fahrzeugen des Technischen Hilfswerkes (THW), der Feuerwehren des Landkreises und des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Rehna. Beteiligte aus Grevesmühlen, Gadebusch, Selmsdorf, Dassow, Rehna, Neuburg, Wismar und Warin verbesserten ihr Wissen im Umgang mit Dekonterminationsmaßnahmen.

Auch Heike Schwarz von der Oberen Katastrophenschutzbehörde aus Schwerin nahm sich Zeit, der Ausbildung beizuwohnen. Sie schaute ganz genau hin, als es um den Aufbau eines Dekontaminationszuges für verseuchte Fahrzeuge ging. Nach der Anschaffung eines Sprühbogens für den Einsatzzug der Feuerwehr stellte sich heraus, dass der gewünschte Effekt nicht eintrat. „Die Lösung wird eigentlich durch ein gebogenes Rohr über dem durchfahrenden Fahrzeug versprüht. Doch bei Wind kommt die Lösung nicht ans Fahrzeug und wird weggetrieben“, erklärte Heike Schwarz. Guter Rat war gefragt. Das THW wurde beauftragt, für einen seitlichen Windschutz zu sorgen. „Ein privates Unternehmen wurde zudem für die Herstellung zweier Planen beauftragt. Das THW baut die Rüstung dafür auf“, erklärte die Behördenmitarbeiterin. Künftig müssen im Ernstfall nun das THW und der Dekontaminationszug des Landkreises Hand in Hand arbeiten. „Das Land hat die Maßnahme mit 50 Prozent gefördert. Da schaue ich auch mal genauer hin, wie das Geld angelegt ist“, sagte Heike Schwarz. Für den Sachbearbeiter des Katastrophenschutzes des Landkreises Udo Boddien ist die Übung eine gute Möglichkeit, den Ausbildungsstand auf den neuesten Stand zu bringen. Zwei Mal im Jahr würde eine derartige Übung stattfinden. „Im vergangenen Oktober fand sie in Dassow statt. Auch heute haben wir beste Bedingungen hier auf dem Rehnaer Reitplatz“, sagte der 54-Jährige. Fünf Stationen seien aufgebaut worden. So wurde der Umgang mit neuester Messtechnik, mit Atemschutzgeräten, in Chemikalienschutzanzügen sowie im Dekontaminationszelt geprobt. „Natürlich hoffen wir, nie gebraucht zu werden. Im vergangenen Jahr brauchten wir nicht eingreifen. 2014 lief auf einem Rastplatz der Autobahn 20 eine unbekannte Flüssigkeit aus. Da mussten wir helfen“, sagte Boddien. „Im Ernstfall können wir innerhalb einer Stunde nach der Alarmierung überall im Nordwestkreis sein“, so Boddien.


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