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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 18:51 Uhr

Nesow : Tauziehen um Bolzplatzgröße

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gudrun Krüger startete Unterschriftensammlung zum Erhalt der vollen Größe des Bolzplatzes / Stadt Rehna bekennt sich zum Freizeitareal

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 07:45 Uhr

Foulspiel um den Bolzplatz von Nesow? Gudrun Krüger sieht den kleinen Fußballplatz mit zwei Toren, Fangnetzen und Volleyballplatz in Gefahr. Darauf deuten ihrer Meinung nach die aktuellen Beratungen und mögliche Verhandlungen innerhalb der Gremien der Stadt Rehna hin. „Der Finanzausschuss wird sich am Mittwoch im geschlossenen Teil mit der Abtrennung eines Grünstreifens befassen. In der weiteren Folge könnte sich die Größe des Platzes verringern. Wir fürchten, dass der Bolzplatz langfristig verschwinden soll“, sagt Krüger gegenüber der SVZ. Die Nesowerin spricht von Salamitaktik, dass einer Verpachtung der Verkauf folgt und möglicherweise eine spätere Bebauung des Areals zwischen ihrer Weide, Wohnhäusern und der B 104.

Damit all das nicht passiert, hat sie eine Unterschriftensammlung in Rehna gestartet, denn Nesow ist seit Mai ein Ortsteil der Stadt. „Fünf Prozent der Stimmen, der 3600 Bürger sind nun notwendig, damit unser Sportplatz in jetzigem Zuschnitt erhalten werden kann“, so Krüger. Sie hofft, dass sie die rund 180 notwendigen Stimmen, in den kommenden Wochen zusammentragen kann.

Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg bestätigt der SVZ, dass in den Gremien der Stadt über den Bolzplatz beraten wird. Angst vor einer Umnutzung müsse niemand haben, betont er: „Der Bolzplatz in Nesow bleibt, wie in allen Ortsteilen der Stadt erhalten.“ Es gehe lediglich um einen Antrag eines Bürgers, der seine Pferde über einen Grünstreifen dieser Fläche auf sein anderes Grundstücke führen möchte. Oldenburg: „Dieser Antrag liegt vor. Der Finanzausschuss wird darüber beraten, die Stadtvertretung abstimmen.“ Sollten die Gremien und folglich auch die darin arbeitenden Ortsteilvertreter zustimmen, liegt vom Antragsteller auch eine Bereitschaftserklärung vor, Zäune zu erneuern und das Fangnetz dichter am Tor zu platzieren, so der Bürgermeister weiter. Ein Vorhaben auf städtischem Grund und Boden. „Der Antragsteller möchte seine Pferde nicht mehr an der B 104 zum Stall führen. Er beabsichtigt stattdessen, einen Streifen zwischen Ballfangnetz und Koppel zu nutzen. Dafür möchte er eine Pacht entrichten und Folgekosten tragen. Es gibt weder Flächenverkauf noch Abgrenzung. Auch Hunde dürfen dort nicht geführt werden“, so Oldenburg.

Viel Aufwand, meint Gudrun Krüger, die mit Schaffung der neuen Nutzungsmöglichkeiten und Verpachtung ihre betrieblichen Belange als Landwirtin in Gefahr sieht, denn auch sie müsse in der Nachbarschaft eine Verladestraße für ihre Kühe erreichen. Hans Jochen Oldenburg will abwarten, was die städtischen Gremien beraten. Er habe mit Gudrun Krüger gesprochen und sich bei einem Vor-Ort-Termin einen Überblick verschafft.


 

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