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Närrisches Treiben in Lützow : Tanztee mit bunten Kostümen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lützower Gasthof „Scharfe Kurve“ ist ein beliebtes Ausflugziel für Seniorinnen und Senioren

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Seit elf Jahren kommen Rosemarie und Hans Ditz aus Parber regelmäßig einmal im Monat in den Lützower Gasthof „Scharfe Kurve“. Genau so lange gibt es den „Tanztee“ mit DJ Otto Jabs. Der 78-Jährige legt von Beginn an die Platten auf und singt selbst die meisten Lieder. „Wir sind von Anfang an dabei. Das ist immer eine tolle Abwechslung“, erklärte Hans Ditz. Der 77-Jährige freue sich zusammen mit Ehefrau Rosemarie immer auf die besonderen Veranstaltungen. Und die bot sich jetzt mit einem Faschingstanztee. „Verkleidungen sind kein Problem. Das gehört dazu“, sagte Rosemarie Ditz. Also fanden sich Hüte, bunte Jacken und ein schwarzes Kostüm, um die passende Verkleidung zu finden und doch etwas unter den gut 70 Feiernden aufzufallen. „Nicht jeder hat sich verkleidet. Manche mögen es, manche nicht. Aber das war schon immer so“, sagte Gasthof-Betreiber Bernhard Burmeister. Als besonderen Anreiz hatte er drei Preise für das beste Kostüm ausgelobt und das nahmen sich einige Gäste zu Herzen. Natürlich ging ein Preis an Rosemarie und Hans Ditz. Denn mit ihren bunten Verkleidungen vielen sie genauso auf wie Ingrid Schablinski sowie das Gadebuscher Paar Gertraude und Erwin Poweleit. Gertraude Poweleit hatte sich eine Mecklenburger Tracht ausgeliehen und sie im Gasthof zur Schau gestellt. „Das ist im weitesten Sinne auch eine Verkleidung und sieht wirklich gut aus“, sagte Bernhard Burmeister. Der bittet normalerweise jeden ersten Sonntag im Monat zum Tanzteee, doch dieser Fasching konnte erst eine Woche später stattfinden. „Auch wir hatten mal eine private Feier und da ging es einfach nicht. Dafür hat sicherlich jeder Verständnis“, erklärte der Lützower.

Seit elf Jahren freut sich auch DJ und Musiker Otto Jabs auf diesen jährlichen Faschingstag und bereitete sich mit neuen, selbst gesungenen Liedern auf die zweistündige Veranstaltung vor. Entlohnt wurde der Musiker übrigens nicht mit einem feststehenden Honorar, sondern traditionsgemäß mit dem guten Willen der Gäste. Denn die stecken in eine „Disko-Kasse“ was sie bereit sind, zu geben. „Das war noch nie anders und ist völlig okay“, sagte einst Otto Jabs, der in Alt Steinbeck geboren ist, seit Jahren aber im schleswig-holsteinischen Ploen wohnt. Schon 1950 gründete er als Auszubildender eine erste Band und spielte selbst Akkordeon. Heute singt er zu den Rhythmen der Musikanlage.

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