Wismar : Studentische Kunst für Zoo Rostock

Präsentieren ihre Ideen: Die Studentinnen Rachel Hollnack, Mayson Salaas, Anke Schneider, Evelina Boger sowie Gärtnerin Anne Häger (v. l.).
Präsentieren ihre Ideen: Die Studentinnen Rachel Hollnack, Mayson Salaas, Anke Schneider, Evelina Boger sowie Gärtnerin Anne Häger (v. l.).

Die Hochschule Wismar bietet eine Hängebrücke, einen Hochsitz und eine Spiegelskulptur als Gestaltungsideen an.

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23. Februar 2018, 12:00 Uhr

Den Blick weit schweifen zu lassen, vom Hochsitz aus wilde Tiere zu erspähen – das könnte bald im Rostocker Zoo Realität werden. Zumindest ist es einer von vielen Vorschlägen, die Studenten der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar beim Zoo einreichten.

Noch bis zum 20. Februar stellen fünf Studentinnen der Fakultät im Spiegelsaal des Darwineums ihre Entwürfe mit Gestaltungsideen für den Rhododendronhain im Rostocker Zoo aus. Der ist mehr als 100 Jahre alt und gehört zum denkmalgeschützten Bereich des Zoos. Besonders zur Blütezeit lockt der Hain zahlreiche Zoobesucher an.

Eine Gruppe junger Studentinnen der Hochschule Wismar hat sich in einem Semesterprojekt intensiv mit diesem Teil des Zoos beschäftigt. Dieser gehört zu den schönsten und pflanzenreichsten Tiergärten Norddeutschlands. Die Professorinnen Gunda Förster und Annette Leyener leiteten die studentische Arbeit.

Aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen aus ihren Heimatländern haben sich die Masterstudentinnen im Fach Innenarchitektur, Evelina Boger, Rachel Hollnack, Mayson Salaas und Anke Schneider, sowie die Diplomstudentin in Produktdesign, Sharon Pena, mit einer möglichen zukünftigen Gestaltung des Rhododendronhains beschäftigt.

Zu Beginn des Wintersemesters 2017/18 haben sie sich im Rahmen eines intensiven inhaltlichen Diskurses mit der Thematik der Mensch-Tier-Ethik sowie weiteren philosophischen und anthropologischen Positionen beschäftigt. In der Folge haben sie insgesamt vier innovative künstlerische Ideen entwickelt, die sowohl landschaftsarchitektonische Ansätze als auch objekthafte und installative Gestaltungen aufnehmen. Dabei wird in allen Entwürfen auf die sehr verschiedenen Kommunikations- und Wahrnehmungsebenen eines Zoos eingegangen.

Während Mayson Salaas eine Hängebrücke durch den Rhododendronhain konzipierte, auf der man in den Baumkronen der riesigen Kiefern wandelnd den Zoo wahrnehmen kann, entwickelten Anke Schneider und Evelina Boger eine Skulptur. Sie weist einen als Weg in den verwunschenen Hain, zum anderen aber ist sie auch ein kontemplativer Ort zum Entspannen. Rachel Hollnack richtet mit ihren benutzbaren Objekten den Fokus auf die intensive Wahrnehmung dieses zauberhaften Ortes. Sharon Pena entwarf eine begehbare Spiegelskulptur, die den Kontrast zwischen Natur und Kultur, Innen und Außen thematisiert.
 

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