zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 21:41 Uhr

Großes Kino : Studenten zeigen ihre Filme

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mehr als 60 Studierende der Wismarer Hochschule haben zur Ausstellung „RaumFilmRaum“ im Wismarer Baumhaus beigetragen

Filme, die als Projekt- oder Diplomarbeiten im Fach Audiovisuelle Medien an der Wismarer Hochschule entstanden, sind zu Schade für die Schublade. Deshalb werden sie derzeit im Wismarer Baumhaus präsentiert. Und zwar im positiven Sinne. Es ist eine Schau über Filmkunst und die Kunst, Filme zu präsentieren. „Die Idee dieser Ausstellung entstand vor ziemlich genau zwei Jahren“, sagt Professor Jochen Wisotzki bei der Ausstellungseröffnung. Er ist seit 2006 Professor für „zeitbasierte Medien“ an der Hochschule Wismar.

Ausgehend von Kurz- und Dokumentarfilmen, die in den vergangenen zehn Jahren als Abschluss- oder Studienarbeiten im Studiengang „Kommunikationsdesign und Medien“ und darüber hinaus entstanden sind, stand die Frage im Raum, wie man viele Filme zeitgleich im begrenzten Raum einer Ausstellung präsentieren kann. Die Idee, das Baumhaus mit der experimentellen Präsentationsform von Filmen im Raum zu füllen, kam von Professor Achim Hack – er unterrichtet Innenarchitektur, Möbel und raumbildenden Ausbau, Entwurf und Konstruktion an der Fakultät für Gestaltung an der Wismarer Hochschule. Studierende der Innenarchitektur haben so im vergangenen Sommersemester Ideen und Konzepte entwickelt, die Räume im Baumhaus zu füllen, die Kommilitonen aus den Bereichen Multimedia Engineering und Kommunikationsdesign haben die technischen Voraussetzungen geschaffen.

Dank Förderungen und Sponsoren konnte so Großes weit entfernt vom „normalen Kinogucken“ aufgebaut werden.

„RaumFilmRaum“ heißt die Ausstellung, die so entstanden ist. Vorweg: Man braucht Zeit für diese Ausstellung. Im Eingangsbereich des Baumhauses hängt etwas, was im ersten Moment an eine rotierende Discokugel erinnert. Erst der zweite Blick zeigt, dass das „optische Splitter sich bewegender Bilder“ sind, so Wisotzki Auf einem extra Bildschirm sind die dort gezeigten vier Filme über Maler als Ganzes – unzerstört – zu sehen. In den vier Ecken des linken Raums stehen vier große Bildwände vom schönen Wismar. Dahinter der Blick „Hinter die Kulissen“ – Filme über einen jungen Bäcker, den Friedenshof, über einen stadtbekannten HartzIV-Empfänger und eine Tagesstätte für Obdachlose. Im Durchgang zum nächsten Raum eine Videowand mit acht Bildschirmen. Unter dem Titel „Schlaraffenland“ werden konsum- und werbekritische Parodien gezeigt. Absolut sehenswert der Zeichentrickfilm von Jan Sickinger und Marcel Krumbiegel – fünf Minuten zum Thema „Arbeit?“ und politische Ökonomie, zu sehen im hinteren Raum des Baumhauses.

Im letzten Raum werden auf vier Wände vier Filme zeitgleich projiziert werden. Minütlich wechselt die Tonspur, lässt so die verschiedenen Filme sich miteinander vermischen.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen