zur Navigation springen

Neue Geschäftsidee aus Wismar : Studenten im Netz: "Bring was mit"

vom

Mit etwas Glück und Durchhaltevermögen könnten diese Jungunternehmer aus Wismar bald schon ganz oben mitspielen. Denn ihre Idee ist genial und einfach. Sie haben im Internet eine "Marktlücke" entdeckt.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 06:28 Uhr

Wismar | Mit etwas Glück und Durchhaltevermögen könnten diese Jungunternehmer aus Wismar bald schon ganz oben mitspielen. Denn ihre Idee ist genial und einfach. Sie haben im Internet eine "Marktlücke" entdeckt.

Alles fing mit dem Haarshampoo von Jennifer Schietzel an, das es in den USA in jedem kleinen Supermarkt gibt. In Deutschland natürlich nicht. Die 26-Jährige wollte es nach dem Urlaub wieder haben ohne selbst verreisen zu müssen. So entstand die Idee von www.BringWasMit.de. Schon jetzt hat die Internetseite einige Tausend Nutzer. Tendenz steigend. Täglich. Auch weil die Medien wie private Fernsehsender oder große Radiosender auf die Idee aufmerksam geworden sind.

Jennifer Schietzel erklärt: "Wir vereisen alle ziemlich gerne, da lernt man nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern auch die verschiedenen Produkte. Und wenn man wieder in Deutschland ist, vermisst man die." So wie sie ihr Haarshampoo. Mit Glück können Bekannte das aus den USA schicken, für exorbitante Postgebühren. Oder man nutzt die Internetplattform.

Dort können die Nutzer einerseits eingeben, welche Produkte aus welchem Land sie suchen. Globetrotter und Geschäftsreisende geben ein, wohin sie verreisen. Und so kommt die "BoxIntheBag" - die Box ins Gepäck - so der Firmenn¬me. Das Haarshampoo von Jennifer Schietzel fliegt im normalen Gepäck eines USA-Reisenden nach Deutschland und kommt dann per Post preiswert nach Wismar. Kub¬nische Zigarren, finnische Pfefferminzbonbons, Cola aus Korsika, Schokolade aus England. Oder Auswanderer lassen sich das Lübecker Marzipan nach Amerika schicken. Gefragt sind auch Elektronikartikel, die im Ausland oft preiswerter sind als hier oder die es hier noch gar nicht gibt.

Die Internetplattform verbindet Reisende und die Produktsuchenden virtuell, die regeln untereinander die Einzelheiten. Das Unternehmen bekommt prozentual je nach Warenwert eine Gebühr fürs Vermitteln, der Mitbringer eine Prämie oder eine Einladung zum Kaffee. So bekommt Jennifer Schietzel Bonbons aus Las Vegas, während Mitunternehmerin Annemarie Zander (28) Chips und Kekse aus Australien erhält. "Das sind Erinnerungen für mich, ich war vor drei Jahren in Australien", so die Wirtschaftsjuristin.

Zum Unternehmen gehören neben den Frauen auch die beiden Mulitmediatechniker Raik Osiablo (26) und Marcus Geißler (26), sowie Stefan Kalkbrenner (32) vom IFM Institut für Multimediatechnik in Wismar. Mitte des Jahres sind die Absolventen der Wismarer Hochschule mit ihrer Idee "online" gegangen, seit zwei Monaten ist aus der GbR eine GmbH geworden. Die Firma wächst. Aber: Um weiter wachsen zu können, muss investiert werden. Die Seite soll zum Beispiel übersetzt werden, damit die Idee nicht nur von Deutschland aus funktioniert. Die Jungunternehmer suchen Investoren. Denn leben, geschweige investieren, können sie von ihrer Idee noch nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen