Wasserstau in Rehna : Streit um verstopfte Abflüsse

Siegfried Grontzki macht falsch gesetzte und häufig verstopfte Abflüsse für den Wasserstau verantwortlich.
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Siegfried Grontzki macht falsch gesetzte und häufig verstopfte Abflüsse für den Wasserstau verantwortlich.

Anwohner beschwert sich wegen regelmäßig überfluteter Straße in Nesow / Bauamt sieht aktuell keinen Handlungsbedarf

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13. Dezember 2017, 04:45 Uhr

Siegfried Grontzki aus dem Radegastweg im Rehnaer Ortsteil Nesow kommt nicht zur Ruhe: Neben dem gemeinsamen Kampf der Anwohner gegen die Sommerlinden (die SVZ berichtete), geht es ihm nun um die in seinen Augen mangelhafte Ableitung des Regenwassers vor seiner Einfahrt. „Der tiefste Punkt in der Straße ist genau vor meinem Grundstück. Bei jedem Regen staut sich dort auf mehreren Metern das Wasser, da die beiden Abflüsse immer verstopft sind und sie auch oberhalb des tiefsten Punktes liegen“, berichtet Siegfried Grontzki am SVZ-Telefon „Der Heiße Draht“.

Mehrfach habe er bereits im Amt Rehna auf das Problem hingewiesen und gebeten, doch einen zusätzlichen Abflusschacht an der tiefsten Stelle der Straße zu setzen. „Wasser fließt nun mal leider nicht bergauf. Das haben nicht mal die Planer zu DDR-Zeiten geschafft“, sagt Grontzki sarkastisch. Außerdem müssten die Abflüsse insgesamt häufiger gereinigt werden, da sie ja durch die Blätter und Blüten der Linden auch schneller verstopfen, so die Ansicht des Nesowers. „Herr Groth vom Bauamt hat zu mir gesagt, ein neuer Schacht ist zu teuer“, erzählt Grontzki.

Rehnas Bauamtsleiter Dirk Groth bestätigt auf Anfrage der SVZ die Aussage von Siegfried Grontzki in Teilen. Allerdings: „Es ist längst nicht so schlimm, wie es Herr Grontzki darstellt. Wir haben uns das mehrfach angeschaut, auch Bürgermeister Oldenburg und unser Tiefbauunternehmen aus Gadebusch, mit dem Rehna einen Vertrag hat – alle sehen übereinstimmend aktuell dort keinen Handlungsbedarf“, so der Behördenchef. Schließlich koste so etwas nicht gerade wenig Geld und würde man wegen jeder Pfütze, die sich bei einem Starkregenereignis bildet, neue Abflüsse einbauen, müsste man das halbe Amt umgraben. „Sollte sich aber die Situation in Zukunft wesentlich verschlechtern, werden wir natürlich handeln“, gibt sich Groth versöhnlich.

Siegfried Grontzki stellt das nicht zufrieden. Er weist darauf hin, dass so eine großflächige Wasserlache auch eine nicht unerhebliche Gefahr für den Straßenverkehr bedeutet. Schließlich befindet sie sich direkt hinter einer Kurve.

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