Bülow : Streit um Grundstück

Die Bülowerin Rosemarie Grau fürchtet, dass sich Kinder auf dem nicht abgesperrten Grundstück verletzten könnten.
Die Bülowerin Rosemarie Grau fürchtet, dass sich Kinder auf dem nicht abgesperrten Grundstück verletzten könnten.

Bürgerin befürchtet Gefahren für Kinder auf nicht eingezäuntem Gelände. Der Eigentümer hält dagegen und sucht das Gespräch

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19. März 2015, 00:00 Uhr

Wer von Rehna aus nach Bülow fährt, wird am Ortseingang auf der linken Seite von einem großen Bauernhaus begrüßt. Links des des Gebäudes ist es aufgeräumt, auf der rechten Seite stehen Anhänger und Traktoren, wuchert Gestrüpp. Und genau das ist Rosemarie Grau ein Dorn im Auge. „Ordnung und Sauberkeit ist das Anliegen der meisten Einwohner der Gemeinde“, sagt die Bülowerin. „Der Grundstückseigentümer jedoch nutzt das Gelände für sein Unternehmen als Lagerplatz für all die Dinge, die er durch Entsorgungen unterschiedlichster Art, zum Beispiel Haushaltsauflösungen, nach Bülow bringt.“

Doch Rosemarie Grau geht es nicht nur um die Optik. Sie hat vor allem Angst um die Kinder des Ortes, auch wenn der Ort bestimmt einen guten Abenteurspielplatz darstelle. Bereits mehrfach habe sie beobachtet, wie Kinder zwischen Baumaterial, Kühlwagen und Steinen kletterten oder Fahrrad fuhren. „Wo bleibt da die Verkehrssicherheitspflicht?“, fragt sie sich. Rosemarie Grau wandte sich an den Heißen Draht unserer Zeitung: „Es muss doch nicht erst etwas passieren, bevor jemand aktiv wird.“

„Natürlich ist das optisch nicht schön“, räumt Michael Howold als Eigentümer des Grundstücks ein. „Aber ich befürchte einen Vorwand. Immer wenn der Frühjahrsputz näher rückt, kommen auch die Beschwerden über den Zustand des Geländes. Einmal im Jahr spreche ich mit dem Ordnungsamt durch, welche Gefährdungen vorliegen könnten. Das ist schon seit einigen Jahren so. Ich wünsche mir, dass mal einer von der Gemeinde kommt und mit mir redet. Sie könnten einen Ortstermin machen und gucken, was tatsächlich eine Gefahr darstellen könnte.“ Das Ordnungsamt Rehna und er selbst hätten bislang nicht erkennen können, wo die Gefahr läge. Wenn jedoch eine Gefährdung festgestellt werde, sei der Unternehmer sofort bereit, diese zu entfernen.

„Wir waren im vergangen Jahr da, haben mit Herrn Howold gesprochen und ihn aufgefordert, dort Ordnung zu schaffen. Und es hat sich etwas getan“, sagt Roland Mann vom Ordnungsamt in Rehna. Bemängelt worden seien damals unter anderem Steine, die nicht sicher aufgestapelt waren und dass die Traktoren und Hänger einfach wild herumstanden. Zudem habe das Ordnungsamt Michael Howold empfohlen, eine Einzäunung zu ziehen, damit niemand ungehindert auf dem Gelände rumklettern kann. „Wenn etwas passiert, dann ist Herr Howold in der Pflicht“, warnt Roland Mann. Aber solange keine akute Gefahr für die Allgemeinheit oder eine Umweltschädigung festgestellt wird, sei es grundsätzlich Sache des Eigentümers wie sein Grundstück aussehe. Und eine Gefährdung sei hier momentan nicht der Fall. „Wir sind aber an der Sache dran und bei akuten Hinweisen werden wir auch wieder aktiv“, verspricht der Mitarbeiter vom Ordnungsamt.

„Schilder weisen darauf hin, dass ein Betreten meines Geländes nicht gestattet ist“, sagt der Eigentümer. Und Beschwerden von Seiten besorgter Eltern seien noch keine bei ihm eingegangen. „Aber ich bin durchaus bereit, einen Zaun zu ziehen, habe sogar noch 150 Meter Zaun da.“ Er muss nur wissen, wo er ihn ziehen darf. „Bereits vor einiger Zeit habe ich eine Hecke gepflanzt, musste diese aber wieder entfernen. Das Straßenbauamt hatte sie abgelehnt.“

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