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Groß Molzahn: Thor-Steinar-Streit beigelegt : Strauch darf kandidieren

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Nach dem Streit um das Tragen von Thor-Steinar-Kleidung und einer rechtswidrig zustande gekommenen Wehrführer-Wahl scheinen sich die Wogen in Groß Molzahn, Amt Rehna, langsam wieder zu glätten.

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2012 | 08:56 Uhr

Groß Molzahn | Nach dem Streit um das Tragen von Thor-Steinar-Kleidung und einer rechtswidrig zustande gekommenen Wehrführer-Wahl scheinen sich die Wogen in Groß Molzahn langsam wieder zu glätten. Sechs von sieben Gemeindevertretern stimmten in ihrer jüngsten Sitzung dafür, dass Danny Strauch zur Wahl des Gemeindewehrführers zugelassen wird. Nach SVZ-Informationen votierte auch Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz bei der nicht öffentlichen Abstimmung für Strauch.

Damit ist der Weg für Strauchs mögliche Wiederwahl am 18. Februar frei - auch deshalb, weil das langjährige Feuerwehrmitglied ein Bekenntnis über das Eintreten für die freiheitlich demokratische Grundordnung abgegeben hat. Er war zuvor in die Kritik geraten, weil Feuerwehrleute Thor-Steinar-Kleidung getragen haben sollen. Diese Marke hat nach Angaben des Innenministeriums "eine identitätsstiftende Wirkung in der rechtsextremistischen Szene" (SVZ berichtete).

Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung erklärte Strauch, dass nach einer Überprüfung durch den Staatsschutz nichts gegen ihn vorliege und dass er zu den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen bereits Stellung bezogen und sich von Vorwürfen distanziert habe. Zu seiner anstehenden Wahl des Wehrführers sagte Strauch zu den Gemeindevertretern: "Ich bin der Meinung, dass ich alles dafür getan habe, um hier eure Zustimmung zu bekommen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, kann ich nur davon ausgehen, dass es einigen nicht wichtig ist, dass es mit der Feuerwehr hier weitergeht." Unterstützung erhielt Strauch an dem Abend durch den Rehnaer Amtswehrführer Heinz Hinzmann.

Sowohl Strauch als auch dessen Stellvertreter unterzeichneten bereits ein Bekenntnis über das Eintreten für die freiheitlich demokratische Grundordnung. In einem weiteren Schritt soll eine neue Satzung der Groß Molzahner Feuerwehr beschlossen werden. Auch darin ist ein entsprechender Passus enthalten.

Die Entscheidung der Groß Molzahner Gemeindevertretung zur Zulassung der Strauch-Kandidatur war mit Spannung erwartet worden. Wie gereizt die Stimmung war, wurde gleich zu Beginn der Gemeindevertretersitzung im Dorfgemeinschaftshaus deutlich: Zwei Kommunalpolitiker bezichtigten sich gegenseitig der Lüge und drohten mit juristischen Schritten. Darüber hinaus wurde ein Teil der Gemeindevertretung von einem Zwischenrufer als "feige Bande" verunglimpft.

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