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Mühlen Eichsen : Straßensperrung sorgt für Aufschrei bei Eltern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mütter aus Neues Dorf sollen von Montag an kilometerlange Umwege in Kauf nehmen, damit ihre Kinder zur Tagesmutter kommen

von
erstellt am 30.Aug.2014 | 07:35 Uhr

Die geplante Vollsperrung der Schönfelder Straße in Mühlen Eichsen bereitet Autofahrern zunehmend Sorge. So fürchten Einwohner des zu Cramonshagen gehörenden Ortsteils Neues Dorf erheblich weitere Fahrtwege. Davon betroffen sind zum Beispiel Geertje Robrahn und Andrea Nowottka. Für sie ist es von großer Bedeutung, dass sie Schönfeld über Mühlen Eichsen erreichen können. Denn dort lebt und arbeitet die Tagesmutter ihrer Kinder.

Um die Knirpse dorthin bringen zu können, nehmen sie aufgrund der Sperrung an der Cramoner Kirche bereits jetzt Umwege in Kauf. „Die 11,5 Kilometer, die wir bis zum 30. September auf Grund der Sperrung des Mühlenweges in Cramon pro Strecke fahren (Umleitung über Mühlen Eichsen und Groß Eichsen), sehen wir noch sehr gelassen. Aber was nun geplant wurde und ab Montag umgesetzt wird, macht uns einfach nur wütend: Man sperrt genau diese Ausweichstrecke“, kritisieren Geertje Robrahn und Andrea Nowottka.

Die Alternative für sie ist nun eine Umleitung über Frauenmark. Bei der morgendlichen Hin- und Rückfahrt ist das ein Umweg von insgesamt 34 Kilometern. Da die Kinder abends auch wieder abgeholt werden müssen, seien es 68 Kilometer mehr am Tag. „Das ist ein Witz!“, ärgert sich Andrea Nowottka

Ihre Kritik richtet sie nicht an die Gemeinden und auch nicht an die Baufirmen, sondern an die Behörde, die solche Straßensperrungen genehmigen. „Sie müssten einmal auf die Landkarte schauen, bevor so etwas genehmigt wird“, sagt Nowottka am „Heißen Draht“ der SVZ. Sie hofft, dass sie zumindest morgens und abends die Baustelle Schönfelder Straße in Mühlen Eichsen passieren kann. Man hätte doch bis zum Ende der Bauarbeiten in Cramon warten können.

Bei dem Bauprojekt in Mühlen Eichsen soll die Schönfelder Straße auf einer Länge von 150 Meter von Grund auf saniert werden. Kosten: 124 000 Euro inklusive Fördermittel des Bundes.

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