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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. September 2017 | 17:19 Uhr

Gross Molzahn : Straßenbau bleibt ein Wunsch

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinde fordert umgehende Sanierung der Strecke nach Stove / Landkreis schiebt weitere Planungsphase an und vertröstet

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Die Verbindungsstrecke Groß Molzahn in Richtung Stove bleibt für Berufspendler und für den Groß Molzahner Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz ein rotes Tuch. Schlaglöcher und fast nicht befahrbare Randstreifen bringen Autofahrer dort nicht selten in Schwierigkeiten. Dabei hat die Verbindung für Berufstätige Priorität, wenn sie tagtäglich in Richtung Ratzeburg und weiter nach Hamburg touren.

SVZ-Leserin Jeannette Prieß hat als Anwohnerin die Straßenproblematik tagtäglich vor Augen. Sie registriert die ständigen Ausbesserungsarbeiten. Die sind nur ein kleiner Trost: „Belässt es der Landkreis dabei oder plant er nun eine Sanierung der Straße?“, fragt sie.

Kein neuer Wunsch, wie Groß Molzahns Bürgermeister Karl-Heinold Buchholz sagt: „2009 haben wir uns die Sanierung auf die Fahnen geschrieben. Bürgermeister aus der Nachbargemeinde hatten bereits zehn Jahre zuvor dafür gekämpft.“

Damit scheint das Straßenbauprojekt eine unendliche Geschichte zu werden. Dabei hatte der Landkreis umfangreiche Planungen in Gang gesetzt. „Die liefen bis 2011/2012, dann wurden sie aus finanziellen Gründen gestoppt“, sagt Gemeindechef Buchholz. Er stellt sich die Frage: „Wer bezahlt das?“

Die noch unter der ehemaligen Landrätin Birgit Hesse angekündigte mittelfristige Umsetzung ist mit dem Verstreichen des Jahres 2016 ebenso Geschichte. „Uns ist nichts bekannt, wie es weiter geht. Die Strecke hat den Status Stufe 5 und ist somit selbst nach Einschätzung der Verwaltung eine der schlechtesten Verbindungen im Nordwestkreis“, sagt Buchholz.

Für den Bürgermeister und Kreistagsabgeordneten ergibt sich heute ein anderes Bild: „Um so weiter wir von Wismar weg sind, je schwerer wird es anscheinend, solche Bauprojekte durchzubringen.“ Der Groß Molzahner blickt in die Zukunft und befürchtet, dass mit dem Wahljahr 2019 der Wunsch nach einer Straßensanierung wieder aus dem Blickfeld des Landkreises rückt.

Alles wird besser signalisiert auf Anfrage der SVZ die Kreisverwaltung: „Für die Planung des 1. Bauabschnittes Groß Molzahn-Klein Molzahn sind im Haushaltsjahr 2017 Mittel eingestellt.“ Eine Ausschreibung der Planungsleistung sei in Vorbereitung. Der Baubeginn nun für 2019 anvisiert.

Einen Haken hat die Angelegenheit. Im Schreiben an die SVZ heißt es: „Alles steht in Abhängigkeit von einem erfolgreichen Grunderwerb, Bereitstellung von Fördermitteln und öffentlichen Genehmigungen.“

Angaben über Planungsausgaben in den zurückliegenden Jahren gibt es nicht. Fest steht nur, dass der Kreis bereits entstandene Kosten für Planungen trägt und nach seinen Angaben vorliegende Unterlagen berücksichtigen will.  

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