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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 00:38 Uhr

Utecht : Straße kaputt, Baufirma pleite

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

In Utecht sind tiefe Spurrillen und große Löcher in der Straße keine Seltenheit. Regressforderungen gehen an den Insolvenzverwalter.

von
erstellt am 13.Dez.2014 | 00:54 Uhr

Loch an Loch und irgendwie hält sie doch. Dumm nur, dass die Straße durch Utecht erst fünf Jahre alt ist. Die Spurbahnen sind ausgefahren und bereits im vergangenen Winter hatten Frost und Schnee sichtbare Spuren hinterlassen.

„Wir sind maßlos enttäuscht, denn die Freude über die neue Straße wehrte nicht lange, der Jubel war kaum verklungen, da waren die ersten Löcher da“, sagt Johannes Ellmann. Der Utechter Gemeindevertreter hat viele Mankos am Straßennetz des Landkreises zusammengetragen. Besonders hat trifft es jedoch seine eigene Gemeinde im eigenen Ort. Denn jetzt, fünf Jahre nach der Sanierung der Dorfstraße, ist nicht nur diese hin, sondern auch das Unternehmen, das sie einst im Auftrag des Landkreises gebaut hat.

„Der Landkreis ist hier Baulastträger, doch wir als Gemeinde sind ebenso betroffen, wenn gleich auch nicht finanziell, aber wir müssen ja jeden Tag diese Straße nutzen. Es sind unsere Fahrzeuge, die dann durch die Schlaglöcher fahren und davon sicher nicht besser werden“, moniert Johannes Ellmann. Der Vizebürgermeister der Kommune Utecht hat das Problem auch schon mit dem Amt besprochen.

„Das ist leider ein Problem, das gar nicht so selten auftritt“, erklärt Dirk Groth vom Bauamt in Rehna auf Nachfrage der SVZ. Groth betonte aber, dass bereits mit dem Landkreis an einer Lösung gearbeitet wird. Zeitgleich gingen Regressforderungen an den Insolvenzverwalter, aber wohl ohne Aussicht auf Erfolg. So wurde jetzt Geld für Sanierungsmaßnahmen eingeplant. Diese könnten jedoch erst im Frühjahr in Angriff genommen werden, weil jetzt das Wetter eben zu kalt und auch zu nass sei.

Für Johannes Ellmann ist das wenigstens ein schwacher Trost. „Wir bleiben auch bei diesem Projekt sehr wachsam und sind gespannt, wann sich was ändert. Und vor allem wollen wir dann auch hoffen, dass diese Reparaturen auch langfristig für eine Besserung sorgen“, sagt der Utechter. „Irgendwas muss doch da auch nicht stimmen, wenn nach so kurzer Zeit die Straße schon so aussieht. Es sind tiefe Löcher, tiefe Spurrillen und tiefe Risse – wir reden hier keinesfalls von Kleinigkeiten!“ Noch mehr ärgert ihn jedoch, dass am Ende wieder der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. „Die Firma ist pleite, hat das Geld eingesackt und wir machen wieder eine Nase. Ganz egal, ob nun das Geld aus der Gemeinde- oder der Kreiskasse kommt.“ Dennoch ist er froh, dass die Behörde das Problem kennt und auch eine Lösung parat hat. „Vielleicht wird es ja doch noch gut, aber leider ist das nicht das Ende der Mängelliste für diese Region“, sagt Johannes Ellmann und kündigt weitere „Sorgenkinder“ an.

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