Nordwestmecklenburg : Störche bekommen saubere Quartiere

Ulf Bähker vom Naturschutzbund MV reinigt das Storchennest in Gletzow. Nabu/Nancy Michalowsky
Ulf Bähker vom Naturschutzbund MV reinigt das Storchennest in Gletzow. Nabu/Nancy Michalowsky

Mitarbeiter des Naturschutzbundes (Nabu) haben jetzt insgesamt vier Storchennester im Umkreis von Gadebusch in Nordwestmecklenburg gesäubert und für die kommende Brutsaison hergerichtet.

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23. November 2012, 06:41 Uhr

Gadebusch | Mitarbeiter des Naturschutzbundes (Nabu) haben jetzt insgesamt vier Storchennester im Umkreis von Gadebusch in Nordwestmecklenburg gesäubert und für die kommende Brutsaison hergerichtet.

"Mit den Jahren hat sich in den Nestern eine Menge Unrat angesammelt", berichtet Ulf Bähker vom Nabu-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Woche hat der Horstbetreuer Planen, Folien und anderen Plastikmüll aus den Nestern entfernt. Bei der Gelegenheit wurden auch verrottete Pflanzenteile und Zweige entsorgt. Unterstützt wurde der Nabu bei der Aktion von der Wemag, die eine Hebebühne zur Verfügung stellte.

Die Naturschützer hoffen, dass sich in den vier Nestern in den Ortschaften Gletzow, Neuendorf, Frauenmark und Schönfeld im kommenden Jahr wieder Storchenpaare ansiedeln und erfolgreich Nachwuchs aufziehen. Angesichts des drastischen Rückgangs des Bestandes innerhalb weniger Jahre wäre das laut Storchenkenner Ulf Bähker äußerst wünschenswert. Neben der Schaffung und Pflege geeigneter Nistmöglichkeiten ist die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes der Tiere oberstes Ziel der Naturschützer. "Überall dort, wo Dauergrünland umgebrochen und Feuchtgebiete trockengelegt werden, verliert der Storch seine Nahrungsgrundlage", so Bähker. "In solchen Gebieten wird er zukünftig wohl nicht mehr anzutreffen sein. Wer also den Storch weiterhin in freier Natur erleben möchte, muss sich für den Erhalt seiner Nahrungsflächen einsetzen." Die Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz im Nabu Mecklenburg-Vorpommern fordert deshalb ein engeres Miteinander von Naturschützern, Landwirten und der Politik.

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