zur Navigation springen

Nordwestmecklenburg : Stiftung lobt Bräunig-Preis aus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Bis zum 13. Oktober können Vorbilder im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements für die Auszeichnung nominiert werden

von
erstellt am 02.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Die Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank schreibt zum zweiten Mal den mit 5000 Euro dotierten Erhard-Bräunig-Preis aus. Mit dieser Auszeichnung soll das vorbildliche, bürgerschaftliche Engagement einer oder mehrerer Personen, einer Initiative oder eines Vereins gewürdigt werden.

Bis zum 13. Oktober dieses Jahres können Personen, Initiativen und Vereine für diesen Preis nominiert werden. Gesucht werden Menschen, die ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und Initiative entwickeln. Schwerpunkt kann dabei das gesellschaftliche, soziale, kulturelle oder sportliche Engagement sein. „Wir unterstützen gern ehrenamtliche Initiativen zu Gunsten der hier lebenden Menschen und wollen dauerhaft ,Hilfe zur Selbsthilfe‘ leisten“, sagt der neue Kuratoriumsvorsitzende der Bürgerstiftung, Uwe Gutzmann. Er und der 2015 verstorbene Erhard Bräunig hatten vor zehn Jahren die Idee einer regionalen Bürgerstiftung von Beginn an verfolgt.

Die Preisverleihung ist für den 13. November geplant und soll im Wismarer Rathaus stattfinden. Der oder die Ausgezeichnete wird dann einen Preis entgegennehmen, den der Plüschower Künstler Udo Rathke entwarf. Er suchte und fand Formen, die Energie, Bewegung und auch Geschwindigkeit assoziieren. Zudem sollte das Preisobjekt eine visuelle Anmutung zur Region haben. „Die Verwendung modernen Materials wie Acryl und Fotografie lag daher nahe, denn Erhard Bräunig war ein Mensch, der allem Neuen zugewandt war“, so Udo Rathke.

Erstmals wurde der Preis im November 2016 an den Förderverein zur Erhaltung der Kirche Friedrichshagen vergeben. Er war fünf Jahre zuvor gegründet worden und kümmert sich seitdem um die Sanierung der gut 600 Jahre alten Dorfkirche. Doch nicht nur das. Auch das Umfeld des Dorfes wurde in diesem Zuge entwickelt. Heute ist das Gotteshaus als sogenannte Radwegekirche Anlaufpunkt vieler Radler, steht das Freizeitheim als Übernachtungsunterkunft und der Garten für Freizeitangebote zur Verfügung.

„An einer Dorfkirche kann ein ganzes Dorf wachsen, vielleicht sogar eine ganze Region. Doch es ist wie immer im Leben: Einer muss den Anfang machen, einer die Initiative ergreifen“, sagte damals Michael Seidel. Der SVZ-Chefredakteur war eines von sieben Jury-Mitgliedern, die die Entscheidung zur Preisvergabe getroffen hatten. Der Jury lagen 44 Nominierungen vor.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen