nordwestmecklenburg : Steuern sprudeln in die Gemeindekassen

Die Einnahmen der Kommunen und des Kreises.   Grafik: südwestpresse
Die Einnahmen der Kommunen und des Kreises. Grafik: südwestpresse

Kommunen und Landkreis nehmen auch im Nordwestkreis mehr Steuern ein und können auch im Jahr 2016 auf steigende Einnahmen hoffen

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03. Januar 2016, 15:50 Uhr

Einwohner und ansässige Firmen füllen durch ihre Steuerzahlungen die kommunalen Kassen in Nordwestmecklenburg.

Nachdem die Steuerreinnahmen 2014 beim Landesamt für Statistik amtlich erfasst sind, wissen wir: Der Geldzufluss stieg gegenüber dem Vorjahr um vier Millionen Euro. Da wurde den Betroffenen kräftig in ihre Taschen gegriffen, denn sie sind ja die berühmten Steuerquellen, die sprudeln müssen. Unterm Strich bezahlten sie rund 90 Millionen Euro für die kommunalen Ausgaben im Nordwestkreis.

Ein Teil der Steuerquellen, aus denen sich der Haushalt einer Stadt oder Gemeinde und über die Umlage auch der des Landkreises speist, sind die Realsteuern. Dazu zählen die Grundsteuern und die Gewerbesteuer. Die Grundsteuer ist dabei so etwas wie eine kleine Vermögenssteuer, denn sie wird ohne Ansehen der Leistungsfähigkeit des Grundstücksbesitzers kassiert.

Bei der Grundsteuer wird das Eigentum am Grundstück besteuert, bei der Gewerbesteuer ist das Eigentum an einem Gewerbebetrieb die Besteuerungsgrundlage. Zu diesen Realsteuern kommen der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und der Anteil an der Umsatzsteuer hinzu.

Die Gewerbesteuer brachte 2014 in Nordwestmecklenburg runde 31,8 Millionen Euro ein und machte damit schon 35,3 Prozent des Gesamtsteueraufkommens aus. Natürlich bleibt nicht die ganze Gewerbesteuer in der Kasse. Es gibt eine Gewerbesteuerumlage, die abzuführen ist, 2014 betrug sie 3,4 Millionen Euro und über die freuen sich die Finanzminister von Land und Bund.

Im Gegenzug bekommen die Kommunen Anteile an der Umsatz- und der Einkommensteuer. Konkret sieht die Rechnung so aus: 3,4 Millionen Euro flossen ab. Aber allein aus der Einkommensteuer flossen im Gegenzug 37,5 Millionen Euro zu (Vorjahr: 34,1 Millionen Euro). Damit sorgen Arbeitnehmer und Selbstständige über die von ihnen bezahlten Steuern auf Lohn und Einkommen allein für weitere 41,7 Prozent der kommunalen Einnahmen. Und über den kommunalen Anteil an der Umsatzsteuer kamen weitere 4,7 Millionen Euro (Vorjahr: 4,6 Mio Euro) in die Kasse, macht 5,2 Prozent der Einnahmen. Die Grundsteuereinnahmen betrugen (A und B zusammengerechnet) 2014 im Kreis 16,05 Millionen Euro (Vorjahr: 15,44 Millionen Euro) also rund 17,8 Prozent. Wer arbeitet, füllt die kommunalen Kassen und wer konsumiert, füllt sie ebenso, und zwar egal, ob er Sprit kauft oder Brot.

Nach Ergebnissen des Arbeitskreises Steuerschätzungen können die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden auch in den nächsten Jahren „mit einer soliden Einnahmebasis“ rechnen.

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