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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 02:56 Uhr

Rehna : Stelldichein für Hobby-Mykologen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die 18. Rehnaer Pilztage lockten zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland an / 325 zum Teil auch seltene Pilzarten waren ausgestellt

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Etwa 550 Besucher , überwiegend aus der Umgebung, aber auch aus dem Ruhrgebiet, Cottbus, Hannover, Sachsen-Anhalt oder Hamburg, waren zu Gast auf den 18. Rehnaer Pilztagen. „Es waren auch viele Kinder dabei – das finde ich besonders super“, freut sich Initiator Torsten Richter.

325 verschiedene Pilzarten hatte der Biologielehrer und Vorsitzende vom Pilzverein Rehna gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern, aber auch Schülern und engagierten Pilzsammlern aus der Region für die Ausstellung zusammengetragen. Darunter auch einige echte Raritäten: „Barbara Hansen hat sie bei einem Waldspaziergang einen Clavaria zollingeri, zu deutsch ’Amethystfarbige Koralle’ gefunden“, ist Pilzkenner Richter begeistert. Diese Art sei bislang nur sehr selten gefunden worden und steht auf der Roten Liste, Pilze in MV betreffend, in der Kategorie Eins – gleich vom Aussterben bedroht.

Diese hier zusammengetragene Artenvielfalt begeisterte auch die echten Pilzkenner, die Mykologen. Unter anderem waren der Leiter der Pilzberatungsstelle „Der Steinpilz“ aus Wismar, Reinhold Krakow, der aus Rehna stammende und nun in Hamburg als staatlich geprüfter Pilzberater tätige Alexander Glomb sowie Christopher Engelhardt aus Lübeck zu Gast, die fachkundig die Fragen der Besucher beantworten konnten. Engelhardt erläuterte dabei speziell die Arbeit am Mikroskop zur Untersuchung der Pilzsporen.

Rückblickend sind die Organisatoren mehr als zufrieden mit dem Ablauf der 18. Rehnaer Pilztage. „Das hat mittlerweile eine Dimension angenommen, die einfach nur beeindruckend ist“, so Torsten Richter. In diesem Zusammenhang bedankt er sich vor allem bei allen Sponsoren und Unterstützern, ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Dabei seien solche Veranstaltungen enorm wichtig. Wie auch die Pilzberatung generell. Jedes Jahr vergiften sich zahlreiche Sammler an Pilzen, die sie nicht genau kennen. Doch die wenigen Beratungsstellen die es noch gibt, werden von öffentlicher Seite finanziell so gut wie nicht unterstützt.

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