Brückenbau auf B 104 : Staugefahr Richtung Lübeck

<strong>Mit dem Hydraulikmeißel</strong> werden großte Teile des Schrammbords der Radegasttalbrücke herausgebrochen, während auf der anderen Fahrbahnseite der Verkehr rollt.<fotos>felix Alex</fotos>
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Mit dem Hydraulikmeißel werden großte Teile des Schrammbords der Radegasttalbrücke herausgebrochen, während auf der anderen Fahrbahnseite der Verkehr rollt.felix Alex

Längere Fahrzeiten müssen Autofahrer auf dem Weg von Schwerin nach Lübeck einplanen. Denn auf der B 104 bei Gadebusch herrscht bis Ende Oktober ein erhöhtes Staurisiko. Grund: Die Radegasttalbrücke wird instandgesetzt.

svz.de von
13. Juli 2012, 10:38 Uhr

Gadebusch | Der Boden erzittert unter der Kraft der schweren Baumaschine, während Betonreste in einer milchig, grauen Masse über die ehemalige Fahrbahn fließen. Unerbittlich arbeitet sich der Hydraulikmeißel zentimeterweise in den Rand der Radegasttalbrücke.

Wo vor wenigen Tagen noch Auto fahrer ihren Weg über die Bundesstraße 104 nach Schwerin oder Lübeck suchten, sind nun Bauarbeiter die Herren der Straße. Der Verkehr muss sich mit der halbseitigen Fahrbahn begnügen, deshalb führt eine Ampelanlage jetzt im 270-Sekunden-Takt an der Baustelle vorbei. Voraussichtlich noch bis Ende 2012 müssen vor allem die Gadebuscher noch mit dieser Verkehrsbehinderung leben. Denn nach den Baumaßnahmen in der Schweriner Straße ist nun bereits die zweite Anbindung nach Schwerin betroffen und Gadebusch wird damit zur Großbaustelle.

Und auch die Pendler sind jetzt bereits alles andere als begeistert von der täglichen Verzögerung. "Ich muss jeden Tag nach Schwerin zur Arbeit, da nervt das schon jetzt erheblich", sagt die 23-jährige Jennifer Töpfer, während sie auf die nächste Grünphase der Ampel wartet. "Jetzt heißt es dann wohl zehn Minuten eher losfahren, da ich nur noch hier lang zur Arbeit fahren kann", erklärt die Frisörin.

Grund für den Stau sind die Bauarbeiten zur Instandsetzung der 216 Meter langen Radegasttalbrücke. Bei einer Bauwerksprüfung waren in der Dichtung, die sich unter der Asphaltdecke befindet, einige defekte Stellen entdeckt worden. "Diese Abnutzungserscheinungen sind nach 20 Jahren vollkommen normal, könnten aber zu einem Defekt der Brücke führen", teilte Brückenbau-Dezernent Thorsten Uhlig vom Straßenbauamt Schwerin mit. Deshalb werden noch bis Ende August in Richtung Schwerin der Asphalt, die Dichtung und Teile des Schrammbords entfernt, bevor alles erneuert wird. Danach werden die Arbeiten, samt Ampelanlage, auf die Gegenfahrbahn verlagert, wo die selben Maßnahmen vollzogen werden. "Mitte oder Ende Oktober sollten diese Arbeiten dann abgeschlossen sein und der Verkehr wieder beidseitig fließen", erklärt Uhlig. Wie das Straßenbauamt Schwerin mitteilt, betragen die Baukosten rund 640 000 Euro.

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