Gadebusch : Stau im Abwasserkanal

Einsatz rund um die Uhr: Noch bis heute Nachmittag muss am Hauptpumpwerk in Gadebusch das Abwasser gesammelt und mit Tanklastern zum Klärwerk gebracht werden. Fotos: Christian Hehemann
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Einsatz rund um die Uhr: Noch bis heute Nachmittag muss am Hauptpumpwerk in Gadebusch das Abwasser gesammelt und mit Tanklastern zum Klärwerk gebracht werden. Fotos: Christian Hehemann

Zweckverband saniert Pumpwerk in Holdorf. Abwasser wird mit Tanklastern zum Klärwerk nach Bülow gebracht

svz.de von
14. März 2014, 00:00 Uhr

Kampf gegen das Abwasser: Rund um die Uhr halten die Tanklaster vor dem Hauptpumpwerk von Gadebusch. Noch bis heute Nachmittag pendeln sie ununterbrochen zwischen der Pumpstation und dem Klärwerk in Bülow. Der Grund ist die Sanierung des Transportpumpwerks in Holdorf an der Bundesstraße zwischen Gadebusch und Rehna. Damit die Arbeiter dabei trockene Füße behalten, muss das Abwasser aufgehalten werden.

„Bei den meisten Schächten fällt eine Sanierung gar nicht auf“, erzählt Dirk Fröhling. In Gadebusch sammeln sich jedoch die Abwasser aus Renzow, Lützow, Pokrent, Käselow und Wakenstädt. Bis zu 1000 Kubikmeter Wasser kommen so am Tag zusammen. „Das ist dann etwas aufwendiger und muss abgefahren werden“, so der technische Leiter des Zweckverbands Radegast. Von Gadebusch aus wird das Abwasser normalerweise über Holdorf zum Klärwerk nach Bülow gepumpt. Gestern und heute aber müssen Tanklaster einspringen. Auf ungefähr 84 Fahrten werden diese pro Tag kommen. „Da wir Tag und Nacht arbeiten, sind das bis morgen Nachmittag einige Überstunden“, so Vorarbeiter Roland Matz.

Die Betonsanierung sei notwendig, um das Pumpwerk vor betonaggressiven Gasen zu schützen, erklärt Fröhling. Dazu wird das Pumpwerk zunächst trockengelegt. Anschließend werden die bereits vorhandenen Schäden repariert und zum Abschluss wird das Pumpwerk mit Kunststoff beschichtet. „Dies sollte einen dauerhaften Schutz, unter anderem vor Korrosion durch Schwefelsäure, bieten“, so der technische Leiter.

Bereits seit einiger Zeit stand die Sanierung fest. „Wir haben aber gewartet, bis in Nesow die Baustelle fertig ist. Was wir nicht wollten waren Lastwagen, die dort an der Ampel warten müssen“, so Fröhling.

Auch in Roggendorf sind Tanklaster im Einsatz. Hier reicht es jedoch aus, einmal am Tag abzupumpen. „Es gibt dort genug Stapelkapazität, so dass häufigeres Abfahren nicht nötig ist“, betont Fröhling.

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