Lichterglanz : Start in die zauberhafte Adventszeit

Die Lucien aus der Partnerstadt Åmål begeisterten mit ihrem Auftritt rund 200 Gäste in der Gadebucher Stadtkirche.
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Die Lucien aus der Partnerstadt Åmål begeisterten mit ihrem Auftritt rund 200 Gäste in der Gadebucher Stadtkirche.

Glühweinduft und Lichterglanz zwischen Schlagsdorf, Gadebusch und Kneese. Lucien aus Åmål begeisterten in der Stadtkirche

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01. Dezember 2014, 00:57 Uhr

Die kalte Luft ist erfüllt vom Duft nach Glühwein und Schmalzgebäck. Der Gadebuscher Weihnachtsmarkt stimmt traditionell am 1. Adventswochenende auf die Vorweihnachtszeit ein. Die Vorschulgruppe der Kita Am Burgsee begrüßte die ersten Besucher mit dem Lied „In der Weihnachtsbäckerei“.

In diesem Jahr konzentrierte sich das Programm mit Musik, Schlangenshow und Feuerwerk auf nur einen Tag. „Es ist ein Versuch, den Weihnachtsmarkt auf einen Tag zu begrenzen“, sagt Matthias Maack, vom Veranstalter Maack Event in Rehna. Vor allem die Gewerbetreibenden würden am Sonntag nicht genug Umsatz machen. So lohne sich der Aufwand dafür nicht. „Wenn die Stadt allerdings für nächstes Jahr anders entscheidet, organisieren wir den Markt auch wieder für zwei Tage“, so Maack weiter.

Die Exoten Show mit Feuer und Schlangen sowie das rund zehnminütige Feuerwerk sollen die Besucher zum Weihnachtsmarkt locken – auch wenn es nicht die üblichen Highlights sind. Marc Jestrimski und seine Frau Denise kamen all die Jahre auch am Sonntag zum Weihnachtsmarkt: „Es wird immer weniger geboten. Hier bei der Museumsanlage wurde sonst zum Beispiel Brot gebacken. Auch das gibt es diesmal nicht, schade!“ Ob die Stadt künftig anders entscheidet, bleibt abzuwarten.

Für Abwechslung sorgte das Drehorgel Orchester, der Rehnaer Posaunenchor und das Lutopia Orchestra. Zum Lucia-Auftritt in der Gadebuscher Stadtkirche zog der Chor durch die Stadt über den Weihnachtsmarkt. Unter dem Dach der Museumsanlage bemalten Kinder mit dem Mädchentreff Holzfiguren, während am Stand von Christine Szcech vom Kulturhistorischen Verein weihnachtliche Zinnfiguren-Motive als Fensterbilder, Baumschmuck oder Verzierung in Karten zu entdecken gab. Die richtige Einstimmung auf die Adventstage boten die Schüler in Schlagsdorf. Mehrere hundert Gäste kamen zum Auftritt des Schulchores und der Flötengruppe. Nicht zu vergessen das Markttreiben. „Wir haben drei Tage lang viel gebastelt. Die Einnahmen sind für unsere Klassenfahrt“, so Jan-Luca Weber aus der 6a. Schulleiterin Gerlinde Gärtner fügte hinzu: „Zehn Prozent des eingenommenen Geldes wird gespendet. Wir unterstützen eine Schule in Afrika und wünschen uns Softbälle für unsere Schule.“

Für Basteleien sowie Essen und Trinken wurde am gleichen Abend in der Grundschule in Gadebusch gesorgt. Auch hier hatten die Knirpse auf einen Weihnachtsmarkt vorbereitet. Feuerschalen und Bratwurst auf dem Hof, leckeres Gebäck in den Klassenräumen oder Selbstgebasteltes waren auch hier zu haben. Thyra Böttcher und Lilly Kolb aus der ersten Klasse hatten mit ihren Mitschülern kleine Geschenktüten gebastelt. „Ein paar haben wir verkauft. Vielleicht werden sie ja alle“, sagte Thyra Böttcher.

„Schenk mir ein Lächeln, mehr brauche ich nicht – Zufriedenheit ist das Zauberwort“, sagt Edith Wendland auf dem Adventsmarkt des Lebenshilfewerkes Hagenow in Kneese. Worte, die einstimmen auf die Weihnachtszeit und vor allem Olaf Künstler als Knecht Ruprecht in Kneese derart beeindruckten, dass er Edith Wendland im Beisein von Engel Sarah ein Schokoladenpräsent überreichte.

Zahlreiche Besucher suchten und fanden auf dem kleinen liebevoll gestalteten Markt besinnliche Stunden, Musik mit Anne und Hannes, dem Gadebuscher Blasorchester und dem Posaunenchor Pokrent. Mit rund 80 Beschäftigten und Angestellten habe man den Markt vorbereitet, so Hofleiter Finnern. „Es ist schön zahlreiche Stammgäste zu treffen“, meint Finnern. Die kommen vor allem wegen der handwerklich ausgeklügelten Geschenke, die unter anderem Roger Stein an seiner Drehbank fertigt. „Alles auf Wunsch. In diesem Jahr sind die hölzernen Tannenbäume gefragt“, sagt Stein. Für ihn sei die Arbeit vor Ort Erfüllung. „Besonders dann, wenn Kinder fragen, was das Kunstgewerbliche kostet und ich ihnen eine Kleinigkeit geben kann, die sei ihren Eltern schenken.“ Das Glück in den Augen der Kinder zu sehen, sei für ihn eines der schönsten Geschenke im Advent.


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