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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

14. Dezember 2017 | 14:03 Uhr

Gadebusch : Städte verärgert über Vandalismus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Schäden gehen in die Zehntausende / Das Geld fehlt Kommunen an anderer Stelle

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 00:33 Uhr

Zerstörte Scheiben an Buswartehäuschen, zerschnittene Tornetze oder gestohlene Gullydeckel. In Nordwestmecklenburg haben Kommunen mit Vandalismusschäden und Diebstählen zu kämpfen. Im schlimmsten Fall werden Radfahrer oder Kraftfahrer in einen Unfall verwickelt. Diese Gefahr bestand aktuell in Rehna, wo zum dritten Mal innerhalb weniger Monate ein Gullydeckel entwendet wurde (SVZ berichtete).

„Wir wissen nicht, ob die Deckel in die Radegast geworfen oder ob sie bei einem Schrotthändler verkauft werden sollen“, sagt Bernd Karnatz vom Amt Rehna. Auf jedem Fall gehe von einem fehlenden Gullydeckeln aber eine Gefahr für Menschen aus, so Karnatz weiter.

Vandalismusschäden gibt es derweil in Gadebusch. So wurde beispielsweise eine Bank am Wanderweg entlang der Radegast demoliert. Ein trauriges Bild geben in der Stadt auch Bushaltestellen ab. Die Haltestelle an der Roggendorfer Chaussee sei ein Paradebeispiel im negativen Sinne, sagt Uwe Tews vom Gadebusch Bauhof. Scheiben fehlen, seien regelrecht herausgetreten worden, andere sind beschmiert.

An einer Haltestelle an der B105 im Holmer Wald bei Dassow wurden jetzt sogar Pflastersteine gestohlen. Die Polizeiinspektion Wismar spricht von einer rund ein Quadratmeter großen Fläche. Auch wenn der Wert der Steine zehn Euro beträgt, so ist die Schadenssumme zehnmal so hoch.

Vandalismus in Kommunen – der Steuerzahler zahlt dafür die Zeche. Denn in vielen Fällen sind es öffentliche Gelder, die Städte und Gemeinden für die Beseitigung der Schäden aufbringen müssen. „Es sind Haushaltsmittel, die an anderer Stelle wieder fehlen“, ärgert sich Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest. Er spricht auch aus, was viele Bürger denken: „Wenn die Täter gefasst werden, wünscht man sich Strafen, die für mehr Abschreckung sorgen.“

Schäden werden nicht nur durch Vandalen verursacht. Manchmal sind es auch Bürger, die zum Beispiel frisch gepflanzte Rhododendren-Büsche wieder ausbuddeln. Vorgekommen war dies am Gadebuscher Burgsee. „Einige solcher Pflanzen sollen später in Gärten gesichtet worden sein“, so Howest.

Auch vor Toilettenhäuschen machen einige Täter nicht Halt. Das wurde in Gadebuschs Nachbarstadt Rehna deutlich. Dort wurde Anfang dieses Jahres ein öffentliches WC angesteckt. Der Technikraum des Toilettengebäudes wurde durch das Feuer stark beschädigt. Der Schaden belief sich auf mehr als 10 000 Euro.


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