Landkreis Nordwestmecklenburg : Städte setzen auf alte Autokennzeichen

Rund 1100 Fahrzeuge gibt es derzeit im Landkreis, die noch mit dem alten Nummernschild GDB ausgestattet sind.Hans Taken
Rund 1100 Fahrzeuge gibt es derzeit im Landkreis, die noch mit dem alten Nummernschild GDB ausgestattet sind.Hans Taken

Alte Kfz-Kennzeichen mit den Kürzeln GDB oder GVM könnten künftig wieder häufiger im Landkreis Nordwestmecklenburg zu sehen sein. Denn seit dem 1. November gilt die neue Zulassungsverordnung.

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02. November 2012, 06:51 Uhr

Gadebusch/Grevesmühlen | Alte Kfz-Kennzeichen mit den Kürzeln GDB, GVM, WIS oder STB könnten künftig wieder häufiger im Landkreis Nordwestmecklenburg zu sehen sein. Denn seit dem 1. November gilt die neue Zulassungsverordnung. Sie ermöglicht Städten, die bei der Kreisgebietsreform ihre alten Kennzeichen verloren haben, diese wieder aufleben zu lassen. Allerdings tritt der Kreis Nordwestmecklenburg auf die Bremse und vertröstet Autofahrer. "Es ist nicht so, dass mit dem 1. November alles möglich ist. Zur Zeit bestehen noch große Unklarheiten", sagt Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen. So sei fraglich, ob beispielsweise GVM-Kennzeichen nur von Einwohnern der Stadt Grevesmühlen oder des Altkreises beantragt werden können. Wann Kennzeichen mit alten Kürzeln erstmals wieder in Nordwestmecklenburg herausgegeben werden, sei derzeit offen.

Der Landkreis selbst hat beim zuständigen Landesministerium bislang keine weiteren Kennzeichen beantragt. Die Stadt Grevesmühlen hingegen schon. Sie möchte, dass die Buchstaben GVM bald wieder häufiger an Fahrzeugen zu sehen sind. Einen entsprechenden Antrag hatte die CDU-Frak tion in die Stadtvertretung eingebracht. "Viele der Kommunen versprechen sich von der Wiedereinführung einen Imagegewinn und hoffen auf die Steigerung ihrer überregionalen Bekanntheit und damit verbundenen verbesserten Chancen im Bereich Tourismus und Gewerbeansiedlung", so die Begründung des Fraktionsvorsitzenden Dr. Roland Anderko.

Auch Gadebuscher könnten sich vorstellen, das ehemalige Kennzeichen GDB wieder an ihren Fahrzeugen zu verwenden. Vor den Kosten schrecken viele jedoch zurück. Denn die müssten sie aus eigener Tasche zahlen. "Wenn ich aber ein neues Fahrzeug zulasse, würde ich mich sofort für GDB entscheiden", so der Gadebuscher Sven Jäger. Die Stadt selbst hat bislang keinen Beschluss für die Wiedereinführung der GDB-Kennzeichen gefasst.

Bei einer Bestandsaufnahme im April vergangenen Jahres wurden in der Kfz-Zulassungsstelle in Grevesmühlen noch 1103 Fahrzeuge gezählt, die mit dem Nummernschild GDB ausgestattet sind. Diese Schilder sind jedoch vornehmlich an Landwirtschaftsfahrzeugen oder Anhängern angebracht, die über eine lange Haltbarkeitsdauer verfügen. Auch Grevesmühlen (GVM), Wismar Umland (WIS), Sternberg (STB) und Schwerin-Land (SN mit einem Folgebuchstaben) hatten vormals eigene Schilder. Davon waren im vergangenen Jahr noch im Verkehr: 1551 Mal GVM, 993 Mal WIS, 191 Mal STB und 531 Mal SN mit Folgebuchstaben.

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