Rehna : Stadtvertreter haben die Nase voll vom Hundekot

Die reißfesten Hundekot-Tüten sind im Ordnungsamt der Stadt Rehna erhältlich und können einfach im Mülleimer entsorgt werden, berichtet Heinrich Teegen vom Ordnungsausschuss.
Die reißfesten Hundekot-Tüten sind im Ordnungsamt der Stadt Rehna erhältlich und können einfach im Mülleimer entsorgt werden, berichtet Heinrich Teegen vom Ordnungsausschuss.

Verbesserungen zeigen sich durch neue Rehnaer Hundeverordnung

svz.de von
19. Dezember 2013, 22:15 Uhr

Am Sonntagnachmittag einen schönen Spaziergang machen oder mit den Kindern auf den Spielplatz gehen, das machen viele Familien gerne. Doch plötzlich ist der Schreck groß, wenn der Kleine beim Spielen im Sandkasten in einen Haufen Hundekot fasst oder hineintritt. Um diesem unangenehmen Erlebnis vorzubeugen, haben die Stadtvertreter von Rehna beschlossen, dass Hundehalter in der Klosterstadt, den Kot ihres Vierbeiners mit speziellen Tüten zu entsorgen haben. „Seit ungefähr zwei Jahren gibt es diese Hundeverordnung der Stadt Rehna nun schon“, berichtet Heinrich Teegen, Vorsitzender des Ordnungsausschusses von Rehna.

Die Entstehung der Satzung begann allerdings schon wesentlich früher. „Wir hatten einige Kämpfe zu kämpfen, um diese Verordnung so durchzubekommen, wie sie nun ist“, sagt Teegen. Hundefreunde und -Liebhaber – sogar aus der Stadtvertretung – hätten versucht, diese Satzung nicht in Kraft treten zu lassen. „Mittlerweile haben wir schon Anfragen von anderen Gemeinden, wie wir die Satzung hinbekommen haben.“ Zu dieser gehört nicht nur das Entsorgen des Hundehaufens, sondern auch das Anleinen des eigenen Vierbeiners im Kerngebiet der Stadt. „Oft wurde darüber berichtet, dass Kinder und Erwachsene in anderen Städten von Hunden gebissen wurden. So etwas wollen wir bei uns nicht“, so der Vorsitzende des Ordnungsausschusses. Denn im Stadtkern liefen die Kleinen oftmals ungehemmt über den Gehweg und Tiere könnten nicht zwischen Spaß und richtigem Kampf unterscheiden – „es sind halt Tiere“, erklärt Teegen.

Die Sicherheit sei ein wichtiger Aspekt, bei der Festsetzung der Verordnung, ein weiterer wäre die Sauberkeit der Innenstadt, berichtet Bernd Karnatz, Hauptamtsleiter von Rehna. „Auch wir profitieren von dem Tourismus in unserem Landkreis, aber die Leute kommen natürlich nicht gerne zu uns, wenn unsere Wiesen und Parks mit Hundehaufen übersät sind“, so Karnatz. Aus diesem Grund gebe es genaue Anweisungen, auf welchen Grünflächen in Rehna das Gassigehen mit dem Hund erlaubt sei. „Der Heinrich-Sternberg-Park ist so schön, da muss man ja nun nicht das Geschäft des Hundes liegen lassen“, verdeutlicht Heinrich Teegen.

Aus diesem Grund appellieren die Stadtvertreter an die Rehnaer selbst. „Wir können nur mithilfe der aufmerksamen Bewohner dafür sorgen, dass Hundebesitzer den Kot wegräumen. Entweder sagen diese uns, wer es nicht tut oder sie erziehen diese selbst und sprechen den Besitzer direkt an“, erklärt Teegen. Die dafür vorgesehenen etwa 20 Zentimeter breiten, 35 Zentimeter hohen schwarzen Tüten sind im Ordnungsamt erhältlich und können in den normalen Mülleimer entsorgt werden. „Leider kommen nicht viele Leute und holen sich die Beutel ab. Jedoch ist festzuhalten, dass sich seit dem Inkrafttreten der Verordnung vieles verbessert hat“, resümiert der Ordnungsausschussvorsitzende.

Ein anderes Problem sieht der Rehnaer darin, dass viele Leute ihre Hauskatzen rauslassen, damit diese dort ihr Geschäft verrichten können. „Und die tun das im Sandkasten des nächstgelegenen Spielplatzes. Aber wie wir diesem Problem entgegen kommen können, weiß ich leider nicht.“

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