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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 07:35 Uhr

Gadebusch : Stadtbibliothek bleibt bestehen

vom

"Wir sind uns also einig darüber, dass an der Erhaltung der Bibliothek keine Zweifel bestehen", fasste Jörg Möller die Grundaussage der 3. Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses der Stadt Gadebusch zusammen.

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erstellt am 04.Apr.2012 | 07:17 Uhr

Gadebusch | "Wir sind uns also einig darüber, dass an der Erhaltung der Bibliothek keine Zweifel bestehen", fasste Jörg Möller die Grundaussage der 3. Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses der Stadt Gadebusch zusammen. Wie allerdings die Finanzierung aussieht und ob diese gesichert ist, darüber soll in einer weiteren Runde zusammen mit dem Finanzausschuss entschieden werden.

Die Sitzung war auch nötig geworden, weil die langjährige Leiterin der städtischen Bibliothek Gadebusch Christine Alm und ihre Mitarbeiterin Angela Nikolai im nächsten Jahr aus dem Dienst ausscheiden. Für die Zeit danach wurde nun eine Konzept erarbeitet und dem Ausschuss vorgelegt. In ihrer Ausarbeitung über die Ausrichtung der Stadtbibliothek Gadebusch appellierte Alm mehrmals an den Kulturausschuss, die Bibliothek doch anschließend fachgerecht, durch eine ausgebildete Bibliothekarin weiterführen zu lassen.

Nach dem Umzug aus der Innenstadt 2006 sei der neue Standort gut angenommen worden. "Nun gilt es durch Nachhaltigkeit und regelmäßige Veranstaltungen die Akzeptanz weiter hochzuhalten", so Alm. Besonders wichtig sei es, so die Leiterin, dass die neue Mitarbeiterin viel Bevölkerungs- und Programmarbeit leiste und ein gründliches Fachwissen vorweist, auch wenn nicht erwartet werden kann, dass nahtlos an die bisherige Arbeit angeknüpft wird.

Die Entscheidung darüber wird auch stark von der Finanzen abhängig sein, auch wenn gerade hier der größte Kritikpunkt der Bibliothekarin liegt. "Wir versuchen den Bestand aktuell zu halten, vor allem bei Romanen und Kinderbüchern", so Alm, "aber besonders die Fachliteratur ist stark überaltert."

Alm spricht in ihrem Konzept von einem Etat mit mindestens 8000 Euro pro Jahr, die benötigt werden, um das aktuelle Niveau zu halten und den überalterten Bestand nach und nach zu aktualisieren. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Etat 6000 Euro, von dem 2000 Euro aus Fördermittel stammten. Die Einführung der Jahresgebühr im Jahre 2010, die eigentlich die finanzielle Situation verbessern sollte, hat eher zu einem Einbruch geführt, so Alm. Auf einem angemeldeten Namen lese nun meist die ganze Familie. Trotzdem hatte die Bibliothek bis zum 31. März dieses Jahres schon 315 aktive Besucher, also Mitglieder, die in diesem Jahr bereits den Bücherbestand nutzten.

Man sei "keine kleine, aber eine kleinstädtische Bibliothek, die die Infrastruktur der Stadt bereichere", so die Leiterin, die bereits seit 1958 in Gadebusch lebt. Dem stimmte auch der Vorsitzende der Sitzung Jörg Möller zu, bevor die Abstimmung über den Erhalt der Bibliothek und die Kontrolle, ob die 8 000 Euro Etat im Haushalt stehen, einstimmig angenommen wurde. Zusätzlich wurde eine gemeinsame Sitzung mit dem Finanzausschuss beschlossen, um künftige Lohnkosten abzuklären und so eine langfristig Planung zu erreichen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde beschlossen, dass die sechs freiwilligen Stadtführer Zugang zu Materialen und eine Veröffentlichung im Internet erhalten.

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