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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 10:54 Uhr

Stadt will Hortproblem entschärfen

vom

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2012 | 07:49 Uhr

Gadebusch | Bei der Frage "Was macht die Heimat lebenswert?" haben SVZ-Leser kein Blatt vor den Mund genommen. Dabei hagelt es nicht nur Kritik, sondern auch Zustimmung und Verständnis für Verwaltungen und Bürgermeister. Ein Ansporn, sich noch mehr zu verbessern? Die SVZ fragte bei Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest nach.

Die Ärmel hochkrempeln will Howest bei dem Problem der Hortbetreuung. In diesem Bereich will er zusammen mit der Stadtvertretung mittelfristig eine bessere bauliche Situation erreichen. Denn derzeit werden an gleich drei Standorten Hortkinder betreut, unter anderem in der in die Jahre gekommenen Aula auf dem Schlossberg. "Energetisch betrachtet ist das dort eine Katastrophe. Alle drei bis vier Wochen fuhr dort bei knackigen Minustemperaturen ein Lkw vor, weil der Heizöltank aufgefüllt werden musste", verdeutlicht Howest. Eine Idee sei es, den Aula-Standort mittelfristig aufzugeben und ein neues Hortgebäude auf dem Areal der alten Burgseekita zu bauen.

Trotz der Standort-Problematik verweist Howest auf positive Aspekte bei der Kinderbetreuung in Gadebusch. "Wir haben eine 100-Prozent-Versorgung, legen Wert darauf, dass alle Anmeldungen für eine Kinderbetreuung berücksichtigt werden. Auch wenn es manchmal nicht die Wunsch-Kita ist", so Howest.

Manch anderer Einwohner der Stadt Gadebusch ist auf Bürgermeister Ulrich Howest aus einem anderen Grund nicht gerade gut zu sprechen. Sie geben ihm teilweise eine Mitschuld am Ladensterben. Diese Kritik nimmt Howest durchaus an. Und: Er erneuert sein Angebot an Gewerbetreibende, sich mit ihnen sofort an einen Tisch zu setzen, um Verbesserungsmöglichkeiten auszuloten. Unterm Strich stuft Howest die Versorgungssituation in der Stadt Gadebusch allerdings als gut ein. "Wir sind nach einem Gutachten sogar überversorgt", verdeutlicht Howest. Ein weiteres Ergebnis unserer großen Umfrage ist, dass vor allem Senioren den Wunsch nach altersgerechten Wohnungen haben. "Wünschenswert ist daher aus meiner Sicht, wenn in Gadebusch ein kompletter Wohnblock als Pilotprojekt entsprechend hergerichtet werden könnte." Ausgestattet sein könnte dieser Block auch mit einem von außen installierten Fahrstuhl, damit älteren Menschen das Treppensteigen erspart bleibt. Ohne finanzielle Zuschüsse wäre eine solche Investition aber kaum zu realisieren, weil die Mieten ansonsten steigen könnten, befürchtet Howest. Ausreichend Baugrundstücke für junge Familien sind nach seiner Aufassung derzeit vorhanden.

Leser-Stimmen: Lob und Kritik

Aus den Antworten auf den Fragebögen unserer Serie „Lebenswert“:
• „Besonders gute schulische und Kita- Infrastruktur.“
•  „Es fehlen Läden, zum Beispiel für Spielzeug.“
•  „Kinderbetreuung nicht arbeitszeitbezogen.“
•  „Mehr Kinderspielplätze im Bereich Jarmstorf, Fußgänger-Überweg über B104 ungünstig für Schulkinder gelegen.“
•  „Gadebuscher Wohnungsgenossenschaft(AWG) ist kundenfreundlich.“
•  „Meist nur Wohnungen aus DDR Zeiten im Neubaublockgebiet.“
•  „Zu viel wilde Parkerei in den Wohngebieten.“

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