Sondergebiet „Schlachtfeld 1712“ bei Wakenstädt : Stadt setzt auf Tourismuszentrum

So sieht der Vorentwurf des B-Plan-Sondergebietes „Tourismuszentrum Schlachtfeld 1712“ bei Wakenstädt aus.  Zeichnung: Bürogemeinschaft Stadt- und Landschaftsplanung/Frank Ortelt
So sieht der Vorentwurf des B-Plan-Sondergebietes „Tourismuszentrum Schlachtfeld 1712“ bei Wakenstädt aus. Zeichnung: Bürogemeinschaft Stadt- und Landschaftsplanung/Frank Ortelt

Behörden und Öffentlichkeit können zu dem Sondergebiet „Schlachtfeld 1712“ Stellung nehmen

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20. September 2017, 05:00 Uhr

Die Stadt Gadebusch hat die Weichen für das geplante Tourismuszentrum „Schlachtfeld 1712“ in Wakenstädt gestellt. Dafür fassten die Stadtvertreter einen Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit. Sie haben nun die Möglichkeit, Stellungnahmen zu einem Vorentwurf abzugeben, aber auch Kritik und Anregungen zu geben.

„Schweden und Dänen haben ein großes Interesse an dem geschichtsträchtigen Ereignis von 1712“, sagt Bürgermeister Ulrich Howest der SVZ. Nach seinen Angaben sollen für Touristen ein neuer Parkplatz und Sanitäranlagen entstehen. Darüber hinaus soll ein etwa zehn Meter hoher Aussichtssturm gebaut und ein Fußweg geschaffen werden. Dieser soll jene Bereiche miteinander verbinden, auf denen die gegnerischen Truppen im Dezember des Jahres 1712 Stellung bezogen. Sie lieferten sich damals die größte Feldschlacht auf mecklenburgischen Boden. Tausende Menschen kamen ums Leben.

Ursprünglich war der Bereich des Sondergebietes „Tourismuszentrum Schlachtfeld 1712“ deutlich größer und reichte bis fast an die Bundesstraße 104 heran. „In diesem jetzt vorliegenden Vorentwurf wurde der Bereich aber auf Basis gesicherten Daten verkleinert“, so Bürgermeister Howest. Um rund 50 Prozent.

Ob das vorgesehene Sondergebiet so bleibt oder flächenmäßig wieder vergrößert wird, hängt auch davon ab, ob auf dem angrenzenden Areal archäologische Funde entdeckt werden. So soll ein bestätigter, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger seine Arbeit aufnehmen und nach Spuren der Geschichte suchen. „Wenn er etwas findet, zeigt er es der Bodendenkmalpflege an und dann muss sie tätig werden“, verdeutlicht der Schweriner Landschaftsarchitekt Kersten Jensen. „Interessant ist der ganze Umgebungsbereich. Denn hier ist 1712 etwas Entscheidendes passiert. In anderen Ländern ist so was heilig“, verdeutlicht Kersten Jensen von der Bürogemeinschaft Stadt & Landschaftsplanung Schwerin. 

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